Auch der „Usinger Anzeiger“ berichtet in seiner heutigen Print- und Online-Ausgabe mit einer Sonderseite über unser Projekt „Volkssternwarte Hochtaunus“ und ruft zum Endspurt nochmal alle Bürger und Wissenschaftsbeigeisterte zu Spenden auf:

Auch der „Usinger Anzeiger“ berichtet in seiner heutigen Print- und Online-Ausgabe mit einer Sonderseite über unser Projekt „Volkssternwarte Hochtaunus“ und ruft zum Endspurt nochmal alle Bürger und Wissenschaftsbeigeisterte zu Spenden auf:

Die AG Orion und der Taunus-AstroTreff bieten regelmäßig einen gemeinsamen Astro-Stammtisch an, der einmal im Monat immer um die Vollmondzeit in Bad Homburg und Umgebung veranstaltet wird.
Der Astro-Stammtisch Taunus soll für jeden interessierten Sternfreund zugänglich sein, um in gemütlicher Runde über das Hobby zu sprechen und regen Erfahrungsaustausch zu betreiben. Vom Anfänger bis hin zum langjährigen Sternfreund mit großem Wissen im Bereich der visuellen Beobachtung und der Astrofotografie. Jeder ist in der geselligen Runde willkommen.
Das nächste Treffen findet am Dienstag den 12. November 2019 ab 19:00 Uhr im Restaurant „Zum Grünen Baum“, Urseler Str. 22 (gegenüber des ehemaligen Kreiskrankenhaus), 61348 Bad Homburg vor der Höhe statt.
Eine vorherige Anmeldung der Teilnehmer ist erforderlich, damit die Reservierung entsprechend anpasst werden kann. Bitte antworten Sie kurz auf kontakt(==>)agorion.de, wenn Sie an dem Stammtisch teilnehmen wollen.
Mehr als 700 Besucher haben am 14. September 2019 bei strahlendem Sonnenschein den vielfältigen und bunten Weltkindertag in Bad Homburg erlebt.
Die Kinder waren mit Herzblut bei den Angeboten und Aktionen der verschiedenen Stände und von den Erwachsenen gab es zahlreiche positive Rückmeldungen.
Auch die AG Orion war mit dabei und zeigte den Besuchern mit speziell gefilterten Teleskopen die Sonnenoberfläche. Darüber hinaus wurde über das Projekt Volkssternwarte Hochtaunus informiert, für Kinder ein Astro-Quiz veranstaltet und fleißig Sternkarten gebastelt.
Einige Vereinsmitglieder waren von der Veranstaltung und dem klaren blauen Himmel so motiviert, dass sie abends noch auf dem Beobachtungsplatz in Wehrheim Pfaffenwiesbach in die Sterne geschaut haben.















Auch in diesem Jahr war die AG Orion mit einem Stand auf dem Stadtteilfest Dornholzhausen vertreten, um über die nächsten Themenabende, Sternenführungen und das Projekt „Volkssternwarte Hochtaunus“ zu informieren.
Auf dem Fest gab es u. a. Live Musik, Zahnbürstengravur, Singen, Ökumenisches Nachtgebet einen Kinderflohmarkt sowie reichlich Essen und Trinken.
Zahlreiche Kinder haben an unserem Stand Sternkarten gebastelt und an einem astronomischen Quiz teilgenommen. Darüberhinaus konnten wir viele Besucher mit unseren astronomischen Bildern der selbstfotografierten Sternhaufen, Nebel und Galaxien begeistern. Viele weitere spektakuläre Fotos der Himmelsobjekte können entstehen, wenn die Volkssternwarte Hochtaunus fertig ist.







Am Freitag den 21. Juni 2019 trafen sich wieder einige Sternfreunde der AG Orion und des Taunus-AstroTreffs auf dem Beobachtungsplatz in Pfaffenwiesbach zum Sternegucken.
Neben den Planeten Merkur, Mars, Jupiter und Saturn konnte man von dort aus auch wunderschöne „Leuchtende Nachtwolken“ beobachten. Christian Schmitz hatte das zufällige Naturschauspiel an diesem Abend fotografiert.

Leuchtende Nachtwolken sind Ansammlungen von Eiskristallen in großer Höhe der Erdatmosphäre. Sie erscheinen in einer Höhe von 81 bis 85 km. Dort wird das absolute Temperaturminimum der Erdatmosphäre erreicht. Zum Vergleich, der Weltraum beginnt schon in einer Höhe von etwa 100 km und normale Wolken erreichen nur eine maximale Höhe von 13 km.
Die meisten Sichtungen der Leuchtende Nachtwolken in Mitteleuropa gibt es von Anfang Juni bis Ende Juli in der Dämmerung Richtung Norden als leuchtende faserige Wolken. Auch von Pfaffenwiesbach aus, waren sie am 21. Juni 2019 am Nordhimmel zu sehen.
Die „Astronomischen Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.“ veranstaltete zum bundesweiten Astronomietag (30. März 2019) in Zusammenarbeit mit dem „Naturpark Taunus“ eine astronomische Sternbildwanderung mit anschließender Beobachtung von Sternhaufen, Nebel und Galaxien durch große Teleskope in Wehrheim Pfaffenwiesbach.
Über unsere Sternbildwanderung und den aktuellen Planungsstand zur „Volkssternwarte Hochtaunus“ berichtet Sabine Münstermann in der aktuellen Ausgabe der Taunus Zeitung. Die Frankfurter Neue Presse hatte uns freundlicherweise genehmigt das PDF vom Zeitungsartikel zu veröffentlichen. Sie finden den Artikel hier:
Quelle: Taunus Zeitung vom Mittwoch, den 3. April 2019, Ein Artikel von Sabine Münstermann
Fotos von Matthias Steiner (Vereinsmitglied):

Foto von Christian Schmitz (2. Vorsitzender):
Ein Artikel von AG Orion Mitglied Michael Seeboerger-Weichselbaum.

Bei Smartphones denkt man zwar an gute Bilder für den tagtäglichen Gebrauch, aber Astrofotografie? Nebel ? Galaxien? Sternhaufen? Das ist doch eine schwierige Disziplin!
In der Tat scheint alles auf den ersten Blick gegen ein Smartphone zu sprechen: keine Wechselobjektive, keine vernünftige Anbringung am Teleskop, kleine Sensoren (in der Regel haben sie eine Diagonale von maximal 6mm) und ebenso kleine Pixel (oft zwischen 1 und 2 μm) bei 12 bis 50 Megapixel. Und wie ist nur die Linse vor dem Sensor ausgestattet?
Oft sieht es nach Plastik aus und es drängt sich der Vergleich zu den chinesischen Farbwerfern auf. Immerhin werben Huawei bei vielen Modellen mit Leica-Linsen und Nokia mit Zeiss-Glas. Können die Smartphones auch etwas in der Astrofotografie leisten?
Kurz gesagt: ja, und zwar eine ganze Menge, wie die Bilder in diesem Beitrag zeigen. Seit Android 5.0 (eingeführt von Google im Jahr 2014) ist es für uns Astrofotografen besonders interessant:
Viele aktuelle Telefone unterstützen diese Funktionen – dazu gehören nicht nur Flagschiffmodelle wie Huawei P 20 Pro und Huawei Mate 20 Pro, sondern auch kleinere Modell wie LG G und V, Huawei P 9/10/20 Lite, OnePlus ab 3, Xiaomi (ab Mi 8 und Pocophone), Honor, Google Pixel, HTC und Sony. Samsung ist hier etwas spezieller, dazu später mehr.
Als ich Anfang 2018 mit der App DeepSkyCamera für Android angefangen hatte, war ich selbst erstaunt, dass es noch keine Astrofotografie-App im Google-Playstore gab. Nach ungefähr einem Monat Entwicklungszeit hatte ich eine erste rudimentäre Fassung der DeepSkyCamera-App fertig gestellt. Im gleichen Monat konnte ich erste Tests durchführen. Und – es haute mich glatt um. Die ersten Ergebnisse waren fantastisch und ich arbeitete weiter an der App. Nach einem Jahr stehen wir bei der Version 1.2.5.
Es geht los…
Wer schon Astrofotografie macht, ist in der App gleich heimisch. In der Oberfläche kann man vor eine Aufnahmeserie das Format wählen (RAW, RAW+JPEG oder nur JPEG) sowie den Aufnahmetyp (Lights, Darks, Bias, Flats). Als nächsten wählt man die Anzahl der Bilder aus (Default ist 100) und die Belichtungszeit. Viele Telefone bieten hier als maximale Belichtungszeit um die 30 sek an. Einige (z.B. die Huawei P Lite) bietet max 8 Sekunden an. Bei Astrofotografie empfiehlt es sich auf die maximale mögliche Belichtungszeit zu gehen und das Maximum auszureizen. Es gibt Telefone, die schaffen sogar 48 Sekunden (OnePlus 5T). Dann wählt man den ISO-Wert aus. Hier haben meine Test ergeben, dass man für die Aufnahmen nicht über ISO 800 gehen sollte – dies liegt hauptsächlich an der Lichtverschmutzung, die sich stark auswirkt, da die Optik des Smartphones immer wie eine Art von Weitwinkel ist und oftmals eine weite Blende besitzt (oft zwsichen 1.5 und 2.5). Das wäre es auch fast – theoretisch könnte man jetzt die Serie mit einem Klick auf „Start“ beginnen. Vorher sollte man noch vier weitere Dinge durchführen:
Jetzt kanns losgehen – mit einem Klick auf Start beginnt die Aufnahmeserie. Am unteren Ende der App wird der Status angezeigt und wann die Aufnahmen circa beendet sein werden. Zwischen den einzelnen Aufnahmen gibt es auch ein akustisches Signal, sowie am Ende der Serie (kann man im Einstellungs-Menü auch abstellen).
Darks, Bias, Flats
Der gestandene Astrofotograf braucht natürlich Dark Frames und Bias Frames, um das Rauschen herauszurechnen. Und es werden Flat Frames benötigt, um die Vignettierung ebenfalls herauszurechnen. Die Linsen der Smartphones vignettieren sehr stark, wie die beiden Bilder X und Y zeigen.
Darks werden wie bekannten aufgenommen: gleiche Belichtungszeit und ISO. Ein Smartphone hat keinen Objektivdeckel. Deshalb verpacke ich das Telefon in einer Handytasche und lege es im Keller in einen Koffer. Die App nimmt dann so die Darks auf. Auf der Startseite kann man auch den Aufnahmetyp „Darks“ auswählen – dies ist eigentlich nur für den Dateinamen bestimmt, damit man später die einzelnen Aufnahmen auseinander halten kann.
Die Bias Frames werden nach dem gleichen Muster angefertigt. Für die Flat Frames braucht man eine Flatfieldfolie oder Flatfieldbox. Einfach das Telefon auf die Flatfieldbox legen, als Belichtungszeit „Auto“ auswählen und die gleiche Anzahl an Frames wie die Lights auswählen. Es sieht zwar etwas lustig auf, wenn ein kleines Smartphone auf eine Flatfieldbox liegt, aber es funktioniert!
Auf zum fröhlichen Prozessieren…
Dann geht’s weiter: die RAW-Bilder liegen im so genannten DNG-Format (Digital Negative, von Adobe 1997 spezifiziert) vor, das im Endeffekt ein Unterformat von TIFF ist, ohne die zahllosen Sonderformate von TIFF zu besitzen. Die DNG-Bilder (Lights, Darks, Bias, Flats) werden vom Telefon per USB herunter kopiert. Mit einem klassischen Stacking-Programm (DSS, StarTools, PixInsight) kann man dann die Aufnahmen wie die „normalen“ Bilder aus der Astrocam stacken und anschließend prozessieren (Photoshop, Lightroom,…).
Nach zahllosen Tests scheint der Stacker „Sequator“ vom chinesischen Entwickler Yi-Ruei Wu am Besten geeignet zu sein. Dieser ist nicht nur schnell, sondern kann auch von sich aus die Lichtverschmutzung herausrechnen – alle Fotos hier im Beitrag sind zwar mit verschiedenen Smartphones erstellt worden, aber alle wurden mit Sequator und Photoshop bearbeite.
Auf welchen Smartphones läuft die App?
Die App läuft auf sehr, sehr vielen Telefonen, u.a., auf Huawei, LG, Honor, HTC, OnePlus, Google. Es gibt aber Telefone, auf denen kann die App nicht richtig genutzt werden, weil das Telefon beispielsweise keine manuelle Belichtungszeit unterstützt (z.B. Nokia 1, Nokia 3). Da kann ich zunächst auch als Entwickler nichts mehr machen. Eine Kompatibilitätsliste gibt es hier:
https://www.deepskycamera.de/smartphones.php
Der größte Problemfall ist jedoch Samsung. Die eingebaute Kamera App bietet maximal 10 sec Belichtungszeit an. Leider will Samsung seinen Kamera Sensor Drittentwicklern nicht öffnen – und verbirgt, wie der Zugriff auf den Sensor erfolgt. Die App läuft zwar unter Samsung, aber nur unter S6, S7, S8, Note 5 und ein paar Tablets kann die App die maximale Belichtungszeit von 10 sek anbieten. Mit S9 und Note 9 hat Samsung den Zugriff auf den Kamerasensor erneut verändert – ich konnte dies noch nicht lösen. Ich arbeite hart daran, auch auf S9, Note 9 und S10 die 10 sek Belichtungszeiten anzubieten, kann aber noch nicht sagen, mit welcher Version dies umgesetzt wird. Ähnliches Problem besteht auch auf Nokia 6, 7 und 8, sowie den Asus Zenfones. Im Endeffekt muss die App an alle diese Telefone (und noch weitere) kontinuierlich angepasst werden – es kommen neue Modell heraus, neue Besonderheiten usw. Der Entwickleraufwand ist enorm, aber meiner Meinung nach lohnt es sich.
Wo geht die Reise hin?
Die aktuelle Version 1.2.5 bietet schon fast alles, was der Astrofotograf benötigt. Es wird noch weitere Updates geben. Beispielsweise werden bestimmet Budget-Telefone derzeit nicht unterstützt, da diese oft keine Camera2API und individuelle Einstellungen (ISO, Belichtungszeit) unterstützen. Dazu gehören alle preisgünstigen Telefone, z.B. Nokia 1, Nokia 3, Samsung A3, LG K, Motorola G4, G5. Diese werden ab Version 1.2.6 im begrenzten Maße unterstützt.
Diese Reise führt noch weiter: ich plane eine Pro-Version der App mit weiteren Komfort-Funktionen: Upload der Aufnahmen in die eigene Cloud (Dropbox, Google Drive,…) oder auf den eigenen HTTPS-Webserver, Dithering und Zusammenarbeit mit PHDGuiding, ein eingebaute Zeitraffer-Funktionen, die automatisch Videos erstellt. Eine Starttrails-Funktion steht auf der Feature-Liste, die auch animierbar sein soll. Last but not least eine Fernbedienung: hat man ein zweites Smartphone, kann man über eine spezielle Fernbedienungs-App die DeepSkyCamera App komplett fern bedienen: man kann die App starten und Stoppen, die Bilder ansehen und herunterladen, den Status einsehen, neu fokussieren und und und.
Die Zukunft hat mal wieder begonnen
Abbildungen

Abb. 1: Orion und Stier mit LG G6, 129 Frames a 33sec, ISO 800, Totale Belichtungszeit: 60 min.

Abb. 2: Oberfläche der DeepSkyCamera App im Nachtmodus

Abb. 3: Plejaden, LG G6, Dezember 2018. 120 Frames a 33sec, ISO 800, Totale Belichtungszeit: 60 min.

Abb. 4: Mond mit Sony XZ in Okularprojektion (9mm Okular mit 2x Televue Barlow Am Tak TOA 130), Auto Belichtungszeit + ISO (1/30s, ISO 200)

Abb. 5: Startrails mit Honor 7X. 1300 Bilder, jedes Bild 8 sec und ISO 1600. 20 sec Pause zwischen den Bildern.
Links
DeepSkyCamera app: https://www.deepskycamera.de/