Sonnenfinsternis über dem Taunus

Glück hatten die Mitglieder der AG Orion bei der Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021, denn obwohl einige Wolken über den Himmel zogen, zeigten sich doch manche Lücken, so dass man das Naturschauspiel gut beobachten und fotografisch festhalten konnte.

Um 11:24 Uhr ging es los und der Mond schob sich langsam vor die Sonnenscheibe. Rund eine Stunde später war das Maximum der Bedeckung erreicht, die in unseren Breiten im Taunus nur rund 11% betrug, während Beobachter weiter im Norden unserer Erdkugel eine ringförmige Sonnenfinsternis erleben durften. Um 13.24h war das Spektakel dann vorbei.

Die rund zwei Stunden dauernde partielle Sonnenfinsternis als Zeitrafferaufnahme. (Video: Matthias Steiner, 126Aufnahmen alle 60s mit einer ASI183MCP, Belichtungszeit pro Aufnahme 0,001s, Baader UV/IRCut Filter und Baader Rot-Filter, Sky-Watcher Achromat 80mm f/5, EQ6-R)
Als Bildkollage hat Vereinsmitglied Frank Unger die Finsternis dokumentiert. 309 Einzelaufnahmen hat er insgesamt angefertigt, 12 davon fanden Einzug in die Kollage, was die Sonne alle ca. 15 Minuten zeigt. Aufnahmedaten: RC 6″, Reducer 0,67, Canon 850D, ISO 200, 1/3200
An der Kante des Mondes lassen sich sogar die Krater und Gebirge erkennen, wenn man genau hinschaut. Aufgenommen mit einem C8, 0,67reducer und einer EOS250D, 1/125sek, ISO100, Foto: Markus Drexelius
Aufgenommen mit einem Google Pixel 4 an einem 5 Zoll MAK von Skywatcher, Fotos: Matthias Schmidt

Wie gewohnt der obligatorische Warnhinweis: niemals ohne spezielle Sonnenfilter in die Sonne schauen!

Sonnenbeobachtungen des Nachwuchses

Der 12jährige Ben war während der Sonnenfinsternis in der Schule und hat eine Freistunde dazu genutzt, die Sonne mit einer Finsternisbrille zu beobachten. Das Gesehene hat er als Skizzen mit Uhrzeiten fein säuberlich dokumentiert und festgehalten, so wie es viele Astronomen auch heute noch machen, wenn keine Kamera zur Hand ist und das Beobachtete dokumentiert werden will:

Der 12jährige Ben hat seine Beobachtungen während einer Freistunde dokumentiert

Livestream im Internet

Nicht jeder hatte die Möglichkeit, die Sonnenfinsternis mit dem eigenen Teleskop zu verfolgen und so hat die AG Orion kurzerhand einen Livestream im Internet übertragen, so dass jedermann live dabei sein konnte, während sich der Erdtrabant vor unseren Heimatstern schob.

Spenden für die neue Volkssternwarte Hochtaunus

Zukünftig werden wir solche Ereignisse in unserer gerade im Bau befindlichen neuen Sternwarte in Bad Homburg am Peter-Schall-Haus beobachten können. Die Bauarbeiten sind am Laufen, der neue Beobachtungscontainer steht bereits und die Sternwartenkuppel soll im Spätsommer angeliefert werden.

Durch weitere Spenden soll die Anschaffung von Beobachtungsequipment ermöglicht werden. Unterstützen Sie uns durch eine Spende:

Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.
IBAN: DE30 5125 0000 0001 0574 80
BIC: HELADEF1TSK
Taunus-Sparkasse
Verwendungszweck: „Volkssternwarte“

Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt: Spenden können also steuerlich geltend gemacht werden.

Mitgliedschaft im Verein

Werden Sie Mitglied in unserem Astronomieverein und knüpfen Sie Kontakte zu anderen astronomiebegeisterten Menschen in Ihrer Nähe. Weitere Informationen finden Sie hier.

Refraktor für die Sternwarte – Sonnenfinsternis

Viel Arbeit hat Vereinsmitglied Peter Markworth in den Umbau des Refraktors gesteckt, den die AG Orion im März 2020 aus der ehemaligen Sternwarte „Porta ad Astra“ des Grafen Franz II. zu Erbach-Erbach erwerben konnte. Sein neues Zuhause wird das Linsenteleskop in der gerade im Bau befindlichen neuen Volkssternwarte Hochtaunus der AG Orion in Bad Homburg finden. Mit seinen 3 Metern Brennweite war das Instrument allerdings zu groß für die neue Sternwartenkuppel. Und so hat Peter Markworth kurzerhand den Umbau des „adeligen Instrumentes“ in Angriff genommen und einen neuen Faltrefraktor mit den hochwertigen Linsen des Teleskops daraus gebaut. Für den gelernten Maschinbauingenieur war das eine willkommene Herausforderung, um sein handwerkliches und feinmechanisches Können unter Beweis zu stellen:

Über 100 Bohrungen zwischen 2,5 und 225 Millimetern Durchmessern mussten präzise gesetzt und 96 Gewinde fachmännisch geschnitten werden, so sein Resumée. Über jeden Schritt hat er sorgfältig Buch geführt. Und so konnte er kürzlich das in einen Faltrefraktor umgebaute und gekürzte Instrument schon einmal testweise zusammensetzen und prüfen, ob alles wie gewünscht zusammenpasst. Und siehe da: es passt wunderbar.

Lesen Sie mehr im Artikel der Taunus Zeitung vom 08.06.2021 und des Usinger Anzeigers vom 10.06.2021:

Partielle Sonnenfinsternis am 10 Juni 2021

Am Donnerstag, den 10 Juni 2021 werden wir in Bad Homburg und Umgebung ein besonderes Naturschauspiel erleben können, wenn sich ab etwa 11.27 Uhr der Mond vor die Sonnenscheibe schiebt und eine partielle Sonnenfinsternis entsteht. Während wir in der Mitte Deutschlands nur eine Teilbedeckung der Sonne erleben, wird man im Norden eine ringförmige Finsternis sehen können.

Das Maximum der Bedeckung wird gegen 12.26 Uhr erreicht. Anhand der folgenden Grafik aus dem Planetariumsprogramm „Stellarium“ bekommt man einen Eindruck, was uns erwarten wird.

Beim Blick zur Sonne ist wie üblich Vorsicht angesagt: nur mit Hilfe spezieller Sonnenfinsternisbrillen und spezieller Sonnenschutzfilter vor Teleskopen darf man direkt in die Sonne schauen, ansonsten drohen Verletzungen der Augen bis hin zur Erblindung.

Die AG Orion kann in diesem Jahr coronbedingt leider keine Beobachtungen durch Vereinsteleskope anbieten. Wir planen jedoch eine Liveübertragung über das Internet. Sie finden den Livestream auf dem Youtube Kanal der AG Orion:

https://youtu.be/2hq32vLYV4Q

Online-Vortrag über das Hubble Space Telescope

Das Hubble Weltraumteleskop liefert uns nun schon seit dem Jahr 1990 beeindruckende Bilder aus den Tiefen des Universums. Das nach dem bekannten Astronomen Edwin Hubble benannte Teleskop befindet sich in rund 547km über der Erde in einer Umlaufbahn um unseren Heimatplaneten. Hoch über störenden Regenwolken oder hellen Großstädten kann das gigantische Weltraumteleskop ungestört in die Weiten des Alls blicken.

Bild: NASA

Der Primärspiegel mit einem Durchmesser von 2,4m hat ein Gewicht von rund 828kg. Er ist das „Auge“, mit dem Wissenschaftler bereits mehr als 1,4 Millionen Beobachtungen durchgeführt haben.

Die AG Orion lädt zu einem Themenabend rund um das Hubble Space Telescope ein:

Mittwoch, 19. Mai um 20.15h. Referent: Oliver Debus

Der Themenabend wird aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie sonst im Vereinshaus Dornholzhausen, sondern als Zoom-Meeting online über das Internet angeboten.

Interessierte können sich unter der E-Mailadresse kontakt (at) agorion.de anmelden, die Zugangsdaten werden Ihnen dann rechtzeitig zugesandt.

Diese Aufnahme des NASA/ESA Hubble Space Telescope zeigt die „Black Eye Galaxy“ (NGC4826), die rund 17 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Sie ist im Sternbild „Haar der Berenike“ zu finden und wurde vom englischen Astronomen Edward Pigott im Jahr 1779 als erstes entdeckt.

Die Sternwartenkuppel kommt im Sommer

„Andreas Elleringmann, Vorsitzender des Vereins, Bauleiter Bernhard Strauch und Pressewart Michael Feiler sind zufrieden mit dem Fortgang der Bauarbeiten auf dem Gelände am Waldrand, das die Stadt Bad Homburg der Astronomischen Gesellschaft zur Verfügung gestellt hat.“

Lesen Sie hierzu den Artikel von Astrid Bergner in der Printausgabe der Bad Homburger Woche vom 28.01.2021 oder in der Online-Ausgabe der Taunus-Nachrichten vom 27.01.2021.

Link zur Bad Homburger Woche (PDF).

Link zu den Taunus-Nachrichten.

Der Bau der Sternwarte am Peter-Schall-Haus in Bad Homburg kommt voran: Bauleiter Bernhard Strauch (l.) und Hobby-Astronom Michael Feiler mit dem Bauplan vor dem grauen Baucontainer, in dem die Kommando-Zentrale für die AllSky-Kuppel eingerichtet wird. (Foto: Astrid Bergner)
Solche fantastischen und farbenfrohen Bilder werden in Zukunft auch von der neuen Sternwarte aus möglich sein: Der sogenannte Pferdekopfnebel im Sternbild Orion, aufgenommen in Pfaffenwiesbach von Bernhard Strauch der Astronomischen Gesellschaft Orion Bad Homburg.

Neuer Sternwarten-Container wurde geliefert

Punkt 9 Uhr war es soweit: der große Kranwagen fährt am Peter-Schall-Haus vor, um den neuen Büro-Container in Empfang zu nehmen und an seinen neuen Platz zu bewegen.

Ein schwerer Kran war nötig, um den Container an seinen neuen Standplatz zu hieven
Foto: Michael Feiler (Pressewart AG Orion)

Am Peter-Schall-Haus entsteht unsere neue Sternwarte. In dem heute angelieferten Container wird der neue Kontrollraum untergebracht sein. Zudem bietet er Platz für die Aufbewahrung von Beobachtungsequipment und dient dem Aufwärmen in langen Beobachtungsnächten.

Ein großer Kran hob den Container unter den Augen einiger Mitglieder der AG Orion auf das neue Fundament, das vor einigen Tagen auf der Rasenfläche vor dem Peter-Schall-Haus für den Bürocontainer ausgehoben wurde.

Videos: Michael Feiler (Pressewart AG Orion)

Die neue Kuppel ist bestellt und soll im Herbst 2021 geliefert werden. Bis dahin wird das Gelände der neuen Sternwarte noch gepflastert, ein Zaun installiert und der nötige Elektroanschluss vorgenommen.

Die Sternwarte steht zukünftig Bürgern und Schülern zur Beobachtung des Sternenhimmels zur Verfügung. Um weiteres Equipment anschaffen zu können, bittet der Verein auch weiterhin um Spenden, und zwar auf das Spendenkonto:

Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.
IBAN: DE30 5125 0000 0001 0574 80, BIC: HELADEF1TSK
Taunus-Sparkasse, Verwendungszweck: „Volkssternwarte“.

Lesen Sie hierzu den ausführlichen Artikel der Taunus Zeitung vom 06.01.2021:

Taunus Zeitung vom 06. Januar 2021 – Bitte klicken um den Artikel zu vergrößern.

Der Usinger Anzeiger berichtete am 08.01.2021 in einem Online-Artikel:

Link zum Usinger Anzeiger.

Sowie am 14.01.2021 in der Printausgabe vom Usinger Anzeiger:

Usinger Anzeiger vom 14. Januar 2021 – Bitte klicken um den Artikel zu vergrößern.

Auch die Frankfurter Rundschau berichtete am 05.01.2021 in einem Online-Artikel:

Link zur Frankfurter Rundschau.

Große Himmelserscheinung am Montag – Bau der Volkssternwarte Hochtaunus hat begonnen

Kurz vor Weihnachten kommt es zu einer interessanten Himmelserscheinung. Die Planeten Jupiter und Saturn kommen sich von der Erde aus gesehen immer näher. Sie werden am Montag, 21. Dezember, mit nur 6 Bogenminuten Distanz einen so geringen Abstand erreichen, dass sie mit dem bloßem Auge fast nicht mehr zu unterscheiden sind.

Solche Himmelsereignisse wird die AG Orion künftig auch an der Volkssternwarte Hochtaunus zeigen. Alle erforderlichen Bauaufträge wurden bereits vergeben und die AllSky-Kuppel bei Baader Planetarium bestellt. Am 26. November konnten schon die ersten Bauarbeiten auf dem Gelände am Peter-Schall-Haus von der Firma Garten und Landschaftsbau Burkhardt GmbH & Co. KG aus Eschborn eingeleitet werden.

Lesen Sie hierzu den ausführlichen Artikel der Taunus Zeitung vom 16.12.2020:

Taunus Zeitung vom 16. Dezember 2020 – Bitte klicken um den Artikel zu vergrößern.

Der Usinger-Anzeiger berichtete von der Konjunktion direkt am 21. Dezember 2020 in einem Online Artikel. Link zum Usinger Anzeiger.

Christian Schmitz gelang am 17. Dezember 2020 diese Aufnahme von Mond (links) und Jupiter mit Saturn (rechts). Jupiter und Saturn näherten sich hier bereits auf nur 27 Bogenminuten an. Das Foto entstand auf dem Feld neben dem Toom Baumarkt in Usingen mit Blick Richtung Südwest auf Rod am Berg. Verwendet wurde eine Nikon D5300 mit einem 50mm Objektiv aus den 80er Jahren bei manueller Scharfstellung.

Mond mit Konjunktion von Jupiter und Saturn – Bitte klicken um das Foto zu vergrößern.

Michael Feiler gelang dieser Schnappschuss am 18. Dezember 2020 freihändig mit dem iPhone. Trotz vieler Wolken war kurzzeitig ein Blick auf Mond (links) und Jupiter mit Saturn möglich. Die Konjunktion beider Planeten ist links von der Bildmitte über der Wolke zu erkennen. Der Abstand der Planeten beträgt nur 21 Bogenminuten. Das Foto entstand auf der Straße zum Deponiepark Brandholz mit Blick in Richtung Südwest nach Hausen-Arnspach.

Mond mit Konjunktion von Jupiter und Saturn – Bitte klicken um das Foto zu vergrößern.

Vereinsmitglied Matthias Steiner fotografierte die Konjunktion am 19. Dezember 2020 in Dreieich-Götzenhain mit seiner Canon EOS1300D und 200mm Objektiv. Beim ersten Foto flog oberhalb von Jupiter und Saturn ein Flugzeug vorbei. Auf dem zweiten Bild sind die Planeten detaillierter zu sehen. Oben ist Saturn und unten der hellere Jupiter. Beide Planeten haben nur noch einen Abstand von 15 Bogenminuten. Bei genauer Betrachtung sind bei Jupiter noch drei Monde zu sehen. Von Jupiter ausgehend nach links oben: Europa, Ganymed und Kallisto.

Die Konjunktion von Jupiter und Saturn – Bitte klicken um die Fotos zu vergrößern.