Corona – keine weiteren Veranstaltungen der AG Orion in 2020

Aufgrund der stark ansteigenden Corona-Fallzahlen im Hochtaunuskreis hat sich der Verein entschlossen, dieses Jahr keine weiteren öffentlichen Veranstaltungen (z.B. Beobachtungs- oder Themenabende) durchzuführen.

Ausgenommen davon ist (bisher) die geplante Mitgliederversammlung im November.

Wir hoffen, dass im kommenden Jahr die Pandemie überwunden wird und wir wieder durchstarten können.

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Bau der Volkssternwarte Hochtaunus beginnt im Oktober 2020

Im November 2019 hatte die Stadt Bad Homburg das Grundstück am Peter-Schall-Haus in Dornholzhausen an die AG Orion übergeben, damit dort die Volkssternwarte Hochtaunus errichtet werden kann. Somit war schon mal ein erster wichtiger Schritt zur Umsetzung getan.

Vor einiger Zeit ließ der Verein den Untergrund des Grundstücks auf Standfestigkeit prüfen. Das Ergebnis der Prüfung und der darauffolgenden Kostenberechnungen ergab jedoch, dass der Bau erheblich teurer würde als ursprünglich geplant. Das brachte den Vorstand zum Umdenken.

Die AG Orion hatte zwar schon 160 000 Euro zusammen, doch dann kam Corona und es wurde immer unwahrscheinlicher, über weitere Spenden noch die angedachten 180 000 Euro zusammenzubekommen. Die AG Orion hat deshalb beschlossen, die Sternwarte mit den bereits vorhandenen Mitteln umzusetzen, damit der Bau noch im Oktober 2020 beginnen kann.

Um weiteres Equipment anschaffen zu können, bittet der Verein auch weiterhin um Spenden, und zwar auf das Spendenkonto:

Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.
IBAN: DE30 5125 0000 0001
0574 80, BIC: HELADEF1TSK
Taunus-Sparkasse, Verwendungszweck: „Volkssternwarte“.

Lesen Sie hierzu auch den ausführlichen Artikel der Taunus Zeitung vom 23.09.2020:

Und den ausführlichen Artikel im Usinger Anzeiger vom 29.09.2020:

Auch die Bad Homburger Woche berichtete darüber am 30.09.2020:

Link zu den Taunus-Nachrichten der Bad Homburger Woche.

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Neowise im Zeitraffer-Video

Das folgende Video zeigt den Kometen Neowise (C/2020 F3) im Zeitraffer.

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Sichtbarkeit des Kometen „Neowise“

In diesen Tagen ist der Komet Neowise (C2020/F3) mit dem bloßen Auge am Nachthimmel zu beobachten. Aber wann und wo findet man ihn?

Man benötigt ab dem späten Abend nur einen klaren Himmel und einen freien Blick in Richtung nördlichen Horizont. Ein guter Anhaltspunkt ist der Große Wagen, unter dem Neowise in den nächsten Wochen von Ost nach West durchzieht. Die folgende Karte der Vereinigung der Sternfreunde e.V. (www.vds-astro.de) kann dabei helfen.

Ein einfaches Fernglas kann bei der Beobachtung sehr hilfreich sein, ist aber nicht unbedingt notwendig. Von der Abend- bis zur Morgendämmerung können sie dieses besondere Himmelsspektakel verfolgen.

Neowise über dem Taunus am 11.07.2020
Neowise über dem Taunus am 11.07.2020
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Neue Postadresse der AG Orion e.V.

Die AG Orion verfügt ab sofort über eine neue Postadresse:

Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V
Postfach 1109
61281 Bad Homburg

Bitte nur noch diese für Zusendungen an den Verein nutzen!

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Erster Online-Themenabend: „Begegnung von Merkur und Venus”

Wie bereits in dem untenstehenden Artikel vom 11. Mai 2020 berichtet, werden die beiden inneren Planeten Merkur und Venus in der zweiten Maihälfte mit ihrer engen Begegnung ein besonderes Naturschauspiel bieten. Von diesem Himmelsereignis handelt auch unser nächster Themenabend, der zum ersten Mal nicht im Vereinshaus Dornholzhausen, sondern online auf YouTube durchgeführt wird.

Referent Oliver Debus wird am Montag, den 18. Mai 2020 ab 20:00 Uhr auf unserem AG Orion YouTube Kanal über Merkur und Venus erzählen. Einfach kurz vor diesem Zeitpunkt auf YouTube gehen und im Suchfeld „AG Orion Bad Homburg eV“ eingeben oder diesen direkten YouTube-Link benutzen:

https://www.youtube.com/channel/UCwvCQtu-pLQdRMouHAGfAiQ

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Treffen der inneren Planeten – Venus und Merkur gemeinsam am Himmel

Die Sichtbarkeit der Venus als Abendstern, wird zum Ende des Monats Mai recht schlagartig vorüber sein. Kurz davor gesellen sich der aufsteigende Merkur zur Venus und die zunehmende schmal Mondsichel. All dies kann man über dem westlichen Horizont in der Abenddämmerung bestaunen.

Venus und Merkur

Schon seit einigen Monaten können wir die Venus als Abendstern sehen, wenn sie als erster in der Abenddämmerung sichtbar werdender „Stern“ über dem westlichen Horizont strahlt. Am 24. März hatte sie ihren größten Winkelabstand von der Sonne erreicht, ihre größte östliche Elongation. Sie war bis weit in die Nacht als hell leuchtender Stern zu sehen. und im Teleskop konnte man die Phasengestalt der Venus gut erkennen.
Die Venus, die uns seit Monaten als Abendstern erfreut hat, verabschiedet sich langsam vom Abendhimmel. Auf ihrer Bahn um die Sonne wandert die Venus am Himmel auf unser Zentralgestirn zu und an der Sonne vorbei. Am 3. Juni steht unser Schwesterplanet in unterer Konjunktion, dann steht sie zwischen Sonne und Erde und bleibt für uns unsichtbar. Doch bereits am 29. Mai wird die Venus nicht mehr am Abendhimmel zu sehen sein. Sie steht dann bereits so nahe an der Sonne, dass sie in der Abenddämmerung von dieser überstrahlt wird. Am 14. Juni wird Venus dann am Morgenhimmel erscheinen und uns bis März 2021 als Morgenstern begleiten.

Entstehung der Lichtgestalt der inneren Planet während eines Sonnenumlaufs. Grafik: O. Debus.

Zur Venus wird sich Mitte Mai 2020 der Merkur gesellen. Er wird etwa ab 16. Mai am Abendhimmel sichtbar werden. In den ersten Tagen wird es zunächst schwierig sein den flinken Planeten in der Abenddämmerung auszumachen. Am 4. Juni erreicht er seine größte östliche Elongation und ist dann am besten zu sehen. Man muss sich allerdings sputen, denn Merkur steht nicht sehr hoch über dem nordwestlichen Horizont und verschwindet bald im Dunst derErdatmosphäre. Am 7. Juni ist es dann auch wieder vorbei mit dem Auftritt des Götterbotens am Abendhimmel. Er nähert sich dann wieder der Sonne um Anfang Juli in unterer Konjunktion zu stehen. Etwa am 18. Juli wird er wieder am Morgenhimmel sichtbar. Am 22. Juli erreicht er seine größte westliche Elongation. Bis zum 5. August bleibt Merkur am Morgenhimmel sichtbar. Danach verschwindet er für eine ganze Weile für uns, da er auf der Ekliptik sehr weit südlich steht, unter dem Himmelsäquator und kommt daher kaum über den Horizont. Erst im November wird er wieder am Morgenhimmel sichtbar.
Merkur und Venus bieten uns in der zweiten Maihälfte ein besonderes Schauspiel, denn sie werden gemeinsam sichtbar sein und sich sehr nahe kommen.

Wanderung der Planeten Merkur und Venus im Mai 2020. Grafik erstellt mit Cartes du Ciel.
Anblick von Venus und Merkur am 21. Mai 2020, ca. 20:30 Uhr MESZ über dem westlichen Horizont, Standort Bad Homburg. Grafik erstellt mit Stellarium.

Der aufsteigende Merkur kommt der absteigenden Venus immer näher und wird am 22. Mai an ihr vorüber ziehen. Wir können das verfolgen, indem wir die Positionen von Merkur und Venus am Abend des 21. Mai und des 22. Mai vergleichen. Am 21. Mai steht der schwache Merkur noch unterhalb der Venus, am Abend darauf steht er schon oberhalb der Venus. Die immernoch helle Venus können wir somit als Navigationshilfe nutzen um den lichtschwächeren Merkur zu finden. So sollte, eine klare Sicht zum westlichen Horizont vorausgesetzt, der Merkur recht einfach am Himmel zu finden sein. Diesen Anblick sollte man sich nicht entgehen, da wir in diesem Jahr solch einen Anblick von Venus und Merkur nicht mehr geboten bekommen werden. Ein paar Tage später, am 24. Mai gesellt sich noch die schmale Mondsichel des zunehmenden Erdtrabanten zu dem Duo. Mond und Venus rahmen den flinken Merkur, der sich schon deutlich von der Venus entfernt hat.

Anblick von Venus und Merkur mit der schmalen Mondsichel des zunehmenden Mondes am 24. Mai 2020,ca. 20:30 Uhr MESZ über dem westlichen Horizont, Standort Bad Homburg. Grafik erstellt mit Stellarium.

Besonders reizvoll ist der Anblick der Venus im Teleskop, den bereits mit kleinen Geräten kann man die Lichtgestalt der Vernus sehen und eine schmale Venussichel, wie im Bild unten sehen. Auch bei Merkur wird das möglich werden, hier ist allerdings ein größeres Gerät von Vorteil.

Die abnehmende Venussichel im Teleskop am 6. Mai 2020 um 21:17 Uhr MESZ. Aufnahmedaten: Celestron NexStar 8 SE mit Baader Hyperion Zoom Mark IV bei 24mm Brennweite. Kamera: Bresser Full HD Deep Sky Camera bei 30fps. Bearbeitet mit AutoStakkert 3.

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Venus durchquert die Plejaden

Anfang April wird eine interessante Konstellation am abendlichen Sternenhimmel zu sehen sein: die helle Venus durchquert die Plejaden.

Ende März zog die am frühen Abendhimmel im Westen stehende helle Venus bereits die Blicke auf sich: zusammen mit dem zunehmenden Mond zeigten sich die beiden in einer auffälligen Stellung zueinander, die auch dem Laien direkt aufgefallen sein dürfte: die schmale Neumondsichel in unmittelbarer Nähe zu unserem hellen Nachbarplaneten, der Venus, ergab ein wunderschönes Bild am sternenklaren Himmel der letzten Tage im Taunus.

Die Sternenkarte zeigt den Abendhimmel Richtung Westen gegen 20 Uhr im Taunus: die helle Venus erreicht um den 3./4. April 2020 die Plejaden.

Grafik: Open Source Planetarium Software „Stellarium“
http://www.stellarium.org

In den nächsten Tagen wandert die Venus am Firmament weiter nach oben und erreicht am 3. April den offenen Sternhaufen der Plejaden, den sie dann durchquert (ein sogenannter „Transit“): ein Blick gen Himmel lohnt sich dann um so mehr.

Auf der Sternkarte ist die jeweilige Position der Venus vom 30. März bis zum 5. April 2020 und ihr Durchzug vor den Plejaden dargestellt.

Der offene Sternhaufen der Plejaden (M45) im Sternbild Stier
Grafik: Stellarium (http://www.stellarium.org)

Die Plejaden (Messier Katalog M45) werden auch „Siebengestirn“ genannt und sind ein rund 400 Lichtjahre entfernter offener Sternhaufen, der auch mit bloßem Auge deutlich sichtbar ist. Er hat die Form eines „Schöpflöffels“ und ähnelt dem Sternbild des kleinen und großen Wagens. M45 ist etwa von Anfang Juli bis Ende April in unseren Breiten am Abendhimmel sichtbar. Mit einer Ausdehnung von 2° erscheinen die Plejaden rund viermal so groß wie der Mond.

Unser Nachbarplanet Venus

Die Venus ist einer der inneren Planeten unseres Sonnensystems, d.h. sie befindet sich zwischen der Erde und der Sonne, und kreist einmal um unsere Sonne innerhalb von rund 224 Erdtagen. Wir blicken demnach immer in Richtung unserer Sonne, wenn wir die Venus sehen wollen, d.h. wir können die Venus nur am Morgen- oder Abendhimmel sehen, aber nie um Mitternacht. Man nennt sie deshalb auch „Abend-“ oder „Morgenstern“.

Die Tatsache, dass die Venus zu den inneren Planeten gehört, führt dazu, dass die Venus sogenannte „Phasen“ besitzt, genauso wie unser Mond. Das folgende Foto ist am 22. März 2020 gegen 18:25h entstanden und zeigt sehr schön die seitlich von der Sonne zur Hälfte beleuchtete Venus als Phase:

Die Venus am 22.03.2020 gegen 18:25 Uhr als Sichel, Aufnahmedaten: Baader Travel Companion 95, 3x FFC (f=1.700 mm), Kamera ZWO ASI174mc bei 190 fps. Bearbeitet mit AutoStakkert3 und Registax.
Foto: Wolfgang Voigt, AG Orion

Nach dem Mond ist die Venus das hellste Gestirn am nächtlichen Himmel. Größe und Aufbau des Planeten sind der benachbarten Erde sehr ähnlich, doch die Bedingungen auf der Venusoberfläche sind für uns Menschen eher unwirtlich. Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus dem Klimagas Kohlendioxid, was dazu führt, dass sie sich im Durchschnitt auf rund 464°C aufheizt. Der Druck an der Oberfläche beträgt rund 92 bar. An Leben, wie wir es kennen, ist dort nicht zu denken.

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Großer Refraktor für unsere Sternwarte

Vor kurzem machte sich eine Abordnung der AG Orion auf nach Eulbach im Odenwald: nahe des Odenwälder Jagdschlosses errichtete Graf Franz II. im Jahr 1958 in Eigenregie eine Sternwarte, die er „Porta ad Astra“ (Tor zu den Sternen) nannte, um dort seiner Leidenschaft der Astronomie nachgehen zu können. Der im Jahr 2015 verstorbene Graf hinterließ seinen Nachkommen eine vollständige Sternwarte, aber so recht anfangen konnten die Erben mit der Hinterlassenschaft nichts, fehlte ihn doch so recht der Faible für die Astronomie, die der Großvater hatte.

Und so war Enkel und Erbgraf Georg Albrecht Graf Erbach froh, als er von unserem Projekt „Volkssternwarte Hochtaunus“ erfuhr. Seinem Vater war es wichtig, dass sein Erbe in gute Hände kommt und so war man sich schnell einig, dass das großen Linsenteleskop mit 8 Zoll Öffnung (20cm) der bekannten deutschen Teleskop-Schmiede „Lichtenknecker Optics“ in der neuen Sternwarte am Peter-Schall-Haus in Bad Homburg ein neues Zuhause finden und auch zukünftig vielen interessierten Sternenfreunden, Schülern und Bürgern des Hochtaunuskreises einen Blick in die Weiten des Weltalls ermöglichen wird.

Die Bilder zeigen die Sternwarte des Grafen, sowie den Abbau und Abtransport des empfindlichen optischen Instruments, das in der Volkssternwarte Hochtaunus einen neuen Platz finden wird. Per Handschlag wird die Übergabe des Teleskops von Erbgraf Georg Albrecht Graf Erbach und unserem stellvertretenden Vorsitzenden Christian Schmitz besiegelt.

Mit vereinten Kräften hat man das Teleskop abmontiert und in den Taunus transportiert. Es wird nun zwischengelagert und soll in der neu gebauten Sternwarte Hochtaunus dann seinen neuen Platz finden.

Lesen Sie hierzu den ausführlichen Artikel der Taunus Zeitung:

In seiner Ausgabe vom 10. März 2020 berichtete die Taunus Zeitung über unseren neuen Refraktor

Und den Artikel im Usinger Anzeiger:

Am 18. April 2020 berichtete der Usinger Anzeiger über unseren neuen Refraktor.
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Coronavirus – Absage der kommenden Veranstaltungen

Liebe Sternfreunde,

die AG Orion hat sich entschlossen, wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Hessen die geplanten Veranstaltungen in der kommenden Woche abzusagen.

Dies wären:

  • Themenabend am 18. März im Vereinshaus Dornholzhausen
  • Sternsagen am 19. März im SFZ Dornholzhausen
  • Sternwanderung am 20. März in Pfaffenwiesbach

Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, aber dies geschieht im Interesse der Freunde unseres Vereins, sowie der AGO-Mitglieder. Alle Veranstaltungen werden – falls möglich – später in diesem Jahr nachgeholt. Die Infos dazu erhaltet ihr über unsere Homepage www.agorion.de .

Viele Grüße

Der Vorstand der AG Orion e.V.

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