AG Orion auf dem Stadteilfest

Am 25. September 2021 startet wieder das Stadtteilfest in Bad Homburg Dornholzhausen von 16 Uhr bis 23 Uhr in der Dornholzhäuserstraße und rund um die Waldenserkirche. Die AG Orion ist wieder mit einem Infostand vertreten: informieren Sie sich aus erster Hand über unsere neue Sternwarte und alles Wissenswerte rund um die Astronomie. Auch zum Thema Lichtverschmutzung und Naturschutz erhalten Sie bei uns Tipps, was Sie selbst für einen dunkleren Sternenhimmel beitragen können.

Herzliche Einladung! Schauen Sie vorbei!

AG Orion beim Weltkindertag

Die AG Orion e.V. wird am Weltkindertag auf dem Marktplatz Bad Homburg ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Informieren Sie sich aus erster Hand über unsere neue Sternwarte und den Verein. Für Kinder gibt es Angebote zum Basteln.

Herzliche Einladung!

Am 7. September ist die „Earth Night“ – Machen Sie mit!

Der Nordamerikanebel im Sommersternbild des Schwans ist nur bei besonders dunklem Nachthimmel mit bloßem Auge zu sehen. Erst auf Fotografien entfaltet der rund 2000 Lichtjahre entfernte Nebel seine ganze Schönheit. Foto: M. Drexelius, AG Orion

Die immer weiter wachsende künstliche Beleuchtung unserer Städte und Gärten ist ein großes Problem für die Natur. Für Insekten, nachtaktive Tiere aber auch uns Menschen. Die Schönheit der Nacht geht verloren: viele Menschen kennen einen funkelnden Sternenhimmel nicht mehr.

Am 7. September 2021 ab 22 Uhr heisst es deshalb „Licht aus – für wenigstens eine dunkle Nacht im Jahr„.

Einmal im Jahr, zum ersten Neumond im September findet sie statt und soll ein Zeichen setzen, um auf das Problem aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren.

Machen Sie mit!

Weitere Informationen:

„Augen auf“ bei der Beleuchtung

Coronabedingt bleiben viele Menschen derzeit daheim und da möchte man es sich natürlich schön und gemütlich machen. Auch der heimische Garten soll etwas hermachen und da greifen Gartenbesitzer gerne zur Beleuchtung, um den Garten ins „rechte Licht“ zu rücken. Im Baumarkt findet sich eine große Auswahl, um den Garten zu illuminieren.

Doch „Vorsicht“: weniger ist hier mehr!

Solche Kugelleuchten werden im Fachhandel angeboten und sollen die Pflanzen im Garten nachts zu dekorativen Zwecken erhellen. Die Nacht wird dadurch buchstäblich zum Tag, selbst bei der Wahl kleinster LED-Leuchtmittel. Eine Gefahr für Insekten und auch Menschen. Der Sternenhimmel ist unter den Lichtglocken der Städte kaum noch zu erblicken. Foto: Markus Drexelius

Die Natur gerät aus dem Takt

Ein großer Teil unserer Tiere ist nachtaktiv. Durch künstliches Licht wird ihr Lebensraum verändert. Tagaktive Tiere, die nachts schlafen müssten, werden durch unsere künstliche Beleuchtung gestört.

Insekten werden durch helle Lichtquellen angelockt und können sich dem Bann des hellen Lichtes nicht entziehen und sterben, weil sie nicht mehr dem Weg hinaus, weg von der Lichtquelle, finden. Sie fehlen anderen Tieren dann als Nahrungsquelle und wir brauchen Insekten zum Bestäuben von Pflanzen, auch nachts.

Vögel sind auch direkt betroffen und bekommen vom künstlichen Licht falsche Signale, der Tag-/Nachtrhythmus gerät durcheinander. Zugvögel verlieren die Orientierung und können an den grell beleuchteten Hindernissen verunglücken.

Und auch wir Menschen werden durch künstliche Beleuchtung im Schlaf gestört, wenn sich das Schlafzimmer z.B. nicht richtig verdunkeln lässt. Bläuliches Licht vom Fernseher, Monitor oder Smartphone gaukelt unserem Körper vor, es wäre Tag. Das Schlafhormon Melatonin schüttet der Körper erst im Dunkeln aus.

„Weisst Du wieviel Sternlein stehen…“

So heisst es noch in einem bekannten Kinderlied, doch viele Kinder kennen den Sternenhimmel häufig nur noch aus Erzählungen. Wer einmal in einer dunkleren Region abseits der hell erleuchteten Städte Urlaub gemacht hat, kennt ihn noch: den faszinierenden Sternenhimmel mit dem Band der Milchstraße. Daheim in der Stadt sind kaum noch Sterne zu erkennen. Ein großer Verlust für uns Menschen, denn erst die Sterne geben der Nacht ihren Zauber.

Doch was tun?

Jeder kann aktiv einen Beitrag dazu leisten, die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Dabei geht es gar nicht darum, Beleuchtung zu verteufeln. Sie sollte aber immer zielgerichtet und sinnvoll eingesetzt werden:

  • Beleuchtung nur dort, wo sie notwendig ist: Die Beleuchtung des dunklen Gehwegs, um Stolperfallen zu erkennen, ist sinnvoll. Den heimischen Garten oder das Haus zur Dekoration anzustrahlen erfüllt keinen praktischen Nutzen: das ist unnötig und sollte vermieden werden. Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass die meisten Einbrüche bei Tageslicht geschehen: Beleuchtung schützt also auch nur begrenzt vor Einbrechern.
  • Zielgerichtete Beleuchtung: Achten Sie darauf, dass die Lichtquelle nur die Stellen erhellt, die beleuchtet werden sollen (z.B. den Gehweg und nicht den Himmel). Durch Abschirmblenden oder die Auswahl geeigneter Leuchten mit Richtcharakteristik helfen dabei. Durch die richtige Platzierung der Leuchte können Blendungen und unerwünschtes Streulicht verhindert werden.
  • Beleuchtung nur zu Zeiten, wenn sie nötig ist: Nutzen Sie Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren, damit die Beleuchtung nur dann angeschaltet wird, wenn sie auch gebraucht wird.
  • Nur so hell, wie nötig: achten Sie auf die Helligkeit der Beleuchtung. Die Lichtstrommenge ist meist auf den Verpackungen zu finden: häufig reichen 100 Lumen (1 bis 2 Watt). Faustregel: maximal 1.000 Lumen (10 Watt). Die Stromkosten reduziert das auch.
  • Achten Sie auf die Lichtfarbe: die Beleuchtung sollte warmweiß sein (max. 2.700 Kelvin). Je mehr Kelvin, desto mehr unerwünschte Blauanteile hat das Licht.

In den folgenden Bildern finden Sie einige Beispiele:

Besser gelöst wurde die Gebäudebeleuchtung an der Usinger Polizeistation (ehem. Amtsgericht): die Leuchten strahlen von oben nach unten, so dass kein Licht direkt in den Nachthimmel strahlt. Foto: Christian Schmitz

Sternenparks & Sternenstädte

Einige Regionen und Städte haben das Thema bereits erkannt und nutzen es auch, um die Attraktivität z.B. als Urlaubsregion zu steigern: so wurde das UNESCO Biosphärenreservat Rhön im Jahr 2014 als Sternenpark ausgezeichnet und damit das Engagement zur Reduzierung der Lichtverschmutzung belohnt. Im Sternenpark Rhön wird der Blick in den Sternenhimmel zum Erlebnis.

Die Stadt Fulda wurde im Jahr 2019 als erste deutsche Stadt zur „Sternenstadt“ gekürt. Schon seit längerem setzen sich die Verantwortlichen für eine Reduzierung der Lichtverschmutzung ein.

Weitere Information zum Thema finden Sie hier:

Astrofotogruppe der AG Orion

Noch gar nicht so alt ist die Astrofotogruppe der AG Orion, die sich jeden Mittwochabend per Videocall trifft, um sich rund um das spannende Thema der Astrofotographie auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und neue Dinge gemeinsam zu erlernen.

Vom Anfänger bis zum Profi ist alles vertreten und man unterstützt sich gegenseitig bei allen Fragen rund um Equipment, Aufnahmetechniken, Nachbearbeitung der Bilder und alles andere (nicht nur) rund um die Astrofotografie. Eine feste Tagesordnung gibt es bei den Mittwochstreffen nicht, die Themen ergeben sich meist schnell: da hat der eine vielleicht eine neue Kamera oder eine Bildbearbeitungssoftware, bei einem anderen klappt die Nachbearbeitung einer Aufnahme nicht so recht: schon ist man gemeinsam im Gespräch, um den anderen die neue Software zu zeigen oder gemeinsam ein Bild nachzubearbeiten.

Wenn die Corona-Pandemie es wieder zulässt, trifft man sich auch persönlich für gemeinsame Aufnahmesessions oder Begegnungen zum Erfahrungsaustausch.

Auch unsere neue Sternwarte wird den Astrofotografen der AG Orion ein neues Zuhause und viele Möglichkeiten bieten, die Schönheiten des nächtlichen Sternenhimmels zu fotografieren.

Die Astrofotogruppe der AG Orion steht allen Vereinsmitgliedern offen: werden auch Sie Mitglied der AG Orion und schnuppern Sie hinein in dieses faszinierende Hobby.

Sonnenfinsternis über dem Taunus

Glück hatten die Mitglieder der AG Orion bei der Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021, denn obwohl einige Wolken über den Himmel zogen, zeigten sich doch manche Lücken, so dass man das Naturschauspiel gut beobachten und fotografisch festhalten konnte.

Um 11:24 Uhr ging es los und der Mond schob sich langsam vor die Sonnenscheibe. Rund eine Stunde später war das Maximum der Bedeckung erreicht, die in unseren Breiten im Taunus nur rund 11% betrug, während Beobachter weiter im Norden unserer Erdkugel eine ringförmige Sonnenfinsternis erleben durften. Um 13.24h war das Spektakel dann vorbei.

Die rund zwei Stunden dauernde partielle Sonnenfinsternis als Zeitrafferaufnahme. (Video: Matthias Steiner, 126Aufnahmen alle 60s mit einer ASI183MCP, Belichtungszeit pro Aufnahme 0,001s, Baader UV/IRCut Filter und Baader Rot-Filter, Sky-Watcher Achromat 80mm f/5, EQ6-R)
Als Bildkollage hat Vereinsmitglied Frank Unger die Finsternis dokumentiert. 309 Einzelaufnahmen hat er insgesamt angefertigt, 12 davon fanden Einzug in die Kollage, was die Sonne alle ca. 15 Minuten zeigt. Aufnahmedaten: RC 6″, Reducer 0,67, Canon 850D, ISO 200, 1/3200
An der Kante des Mondes lassen sich sogar die Krater und Gebirge erkennen, wenn man genau hinschaut. Aufgenommen mit einem C8, 0,67reducer und einer EOS250D, 1/125sek, ISO100, Foto: Markus Drexelius
Aufgenommen mit einem Google Pixel 4 an einem 5 Zoll MAK von Skywatcher, Fotos: Matthias Schmidt

Wie gewohnt der obligatorische Warnhinweis: niemals ohne spezielle Sonnenfilter in die Sonne schauen!

Sonnenbeobachtungen des Nachwuchses

Der 12jährige Ben war während der Sonnenfinsternis in der Schule und hat eine Freistunde dazu genutzt, die Sonne mit einer Finsternisbrille zu beobachten. Das Gesehene hat er als Skizzen mit Uhrzeiten fein säuberlich dokumentiert und festgehalten, so wie es viele Astronomen auch heute noch machen, wenn keine Kamera zur Hand ist und das Beobachtete dokumentiert werden will:

Der 12jährige Ben hat seine Beobachtungen während einer Freistunde dokumentiert

Livestream im Internet

Nicht jeder hatte die Möglichkeit, die Sonnenfinsternis mit dem eigenen Teleskop zu verfolgen und so hat die AG Orion kurzerhand einen Livestream im Internet übertragen, so dass jedermann live dabei sein konnte, während sich der Erdtrabant vor unseren Heimatstern schob.

Spenden für die neue Volkssternwarte Hochtaunus

Zukünftig werden wir solche Ereignisse in unserer gerade im Bau befindlichen neuen Sternwarte in Bad Homburg am Peter-Schall-Haus beobachten können. Die Bauarbeiten sind am Laufen, der neue Beobachtungscontainer steht bereits und die Sternwartenkuppel soll im Spätsommer angeliefert werden.

Durch weitere Spenden soll die Anschaffung von Beobachtungsequipment ermöglicht werden. Unterstützen Sie uns durch eine Spende:

Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.
IBAN: DE30 5125 0000 0001 0574 80
BIC: HELADEF1TSK
Taunus-Sparkasse
Verwendungszweck: „Volkssternwarte“

Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt: Spenden können also steuerlich geltend gemacht werden.

Mitgliedschaft im Verein

Werden Sie Mitglied in unserem Astronomieverein und knüpfen Sie Kontakte zu anderen astronomiebegeisterten Menschen in Ihrer Nähe. Weitere Informationen finden Sie hier.

Refraktor für die Sternwarte – Sonnenfinsternis

Viel Arbeit hat Vereinsmitglied Peter Markworth in den Umbau des Refraktors gesteckt, den die AG Orion im März 2020 aus der ehemaligen Sternwarte „Porta ad Astra“ des Grafen Franz II. zu Erbach-Erbach erwerben konnte. Sein neues Zuhause wird das Linsenteleskop in der gerade im Bau befindlichen neuen Volkssternwarte Hochtaunus der AG Orion in Bad Homburg finden. Mit seinen 3 Metern Brennweite war das Instrument allerdings zu groß für die neue Sternwartenkuppel. Und so hat Peter Markworth kurzerhand den Umbau des „adeligen Instrumentes“ in Angriff genommen und einen neuen Faltrefraktor mit den hochwertigen Linsen des Teleskops daraus gebaut. Für den gelernten Maschinbauingenieur war das eine willkommene Herausforderung, um sein handwerkliches und feinmechanisches Können unter Beweis zu stellen:

Über 100 Bohrungen zwischen 2,5 und 225 Millimetern Durchmessern mussten präzise gesetzt und 96 Gewinde fachmännisch geschnitten werden, so sein Resumée. Über jeden Schritt hat er sorgfältig Buch geführt. Und so konnte er kürzlich das in einen Faltrefraktor umgebaute und gekürzte Instrument schon einmal testweise zusammensetzen und prüfen, ob alles wie gewünscht zusammenpasst. Und siehe da: es passt wunderbar.

Lesen Sie mehr im Artikel der Taunus Zeitung vom 08.06.2021 und des Usinger Anzeigers vom 10.06.2021:

Partielle Sonnenfinsternis am 10 Juni 2021

Am Donnerstag, den 10 Juni 2021 werden wir in Bad Homburg und Umgebung ein besonderes Naturschauspiel erleben können, wenn sich ab etwa 11.27 Uhr der Mond vor die Sonnenscheibe schiebt und eine partielle Sonnenfinsternis entsteht. Während wir in der Mitte Deutschlands nur eine Teilbedeckung der Sonne erleben, wird man im Norden eine ringförmige Finsternis sehen können.

Das Maximum der Bedeckung wird gegen 12.26 Uhr erreicht. Anhand der folgenden Grafik aus dem Planetariumsprogramm „Stellarium“ bekommt man einen Eindruck, was uns erwarten wird.

Beim Blick zur Sonne ist wie üblich Vorsicht angesagt: nur mit Hilfe spezieller Sonnenfinsternisbrillen und spezieller Sonnenschutzfilter vor Teleskopen darf man direkt in die Sonne schauen, ansonsten drohen Verletzungen der Augen bis hin zur Erblindung.

Die AG Orion kann in diesem Jahr coronbedingt leider keine Beobachtungen durch Vereinsteleskope anbieten. Wir planen jedoch eine Liveübertragung über das Internet. Sie finden den Livestream auf dem Youtube Kanal der AG Orion:

https://youtu.be/2hq32vLYV4Q