Sternenwanderung am 23. September 2022

Leider hat uns die Wettervorhersage einen Strich durch die Rechnung gemacht: da der Himmel am 23. September und auch am Ersatztermin laut Vorhersage bewölkt sein wird, müssen wir die geplante Sternenwanderung in diesem Jahr leider absagen. Nächstes Jahr wird es bestimmt klappen. Ansonsten schauen Sie bis dahin doch einfach mal in unserer Sternwarte bei den öffentlichen Beobachtungsabenden vorbei.

Die Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V. bietet eine Sternenführung durch den Herbsthimmel in Wehrheim Pfaffenwiesbach an. Während der einstündigen Führung in der dunklen Neumondzeit können die Teilnehmer erste Sternbilder kennenlernen und Himmelsobjekte mit Ferngläsern beobachten. Anschließend stehen große Vereinsteleskope zur Verfügung, um auch weit entfernte Sternhaufen, Nebel und Galaxien beobachten zu können. Die Dauer dieser Teleskopbeobachtung richtet sich nach dem Interesse der Teilnehmer und kann bei Bedarf bis spät in die Nacht erfolgen. Notwendig ist aber warme Kleidung, weil die Nacht schnell feucht und kalt werden kann. Eigene Ferngläser können gerne mitgebracht werden.

Falls das Wetter nicht klar sein sollte, wird versucht die Beobachtung am nächsten Tag (Samstag, 24.09.2022) durchzuführen.

Eine Voranmeldung ist notwendig:

ACHTUNG: Die Veranstaltung ist ausgebucht und eine Anmeldung nicht mehr möglich.

Weitere Informationen zur Sternenwanderung und zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage des Zweckverbands „Naturpark Taunus“: https://naturpark-taunus.de/veranstaltungen/veranstaltungen/sternhaufen-nebel-galaxien-ueber-dem-taunus/351809/5510/

Veranstalter ist der Zweckverband „Naturpark Taunus“

Foto: Frank Unger, AG Orion

Festakt zur Eröffnung der neuen Sternwarte

Am Freitag, den 10. Juni 2022, wird unsere neue Sternwarte in einem Festakt im kleinen Rahmen feierlich eröffnet. Die Feierstunde ist aus Kapazitätsgründen nur für geladene Gäste vorgesehen.

Uns liegen alle unsere Förderer und Unterstützer am Herzen und sind uns wichtig. Deshalb wird es in Kürze noch weitere Angebote geben, die neue Sternwarte zu besichtigen und für uns dann auch Gelegenheit, nochmals Danke zu sagen für die großartige Unterstützung, ohne die das Projekt nicht fertiggestellt werden konnte.

Unsere neue Sternwarte bei Nacht – Foto: Michael Feiler

Workshop „Teleskope justieren“

Gestern Abend waren die Mitglieder der AG Orion zu einem Workshop ins Peter-Schall-Haus, direkt neben der neuen Sternwarte, eingeladen.

An diesem Abend drehte sich alles um das richtige Justieren eines Spiegelteleskops. Astrofotograf und Vereinsmitglied Matthias Steiner zeigte zu Beginn des Abends einige seiner sehr gelungenen selbst aufgenommenen Deep Sky Aufnahmen. Die interessierten Zuhörer erfuhren einiges über die Zusammenhänge und Auswirkungen, die bei einem schlecht justierten Teleskop zu sehen sind und lernten, wie man es richtig kollimiert, um das Optimum aus dem optischen Instrument herauszuholen.

Im zweiten Teil des Workshops konnte dann jeder selbst Hand anlegen und das Justieren an den mitgebrachten eigenen Teleskopen in der Praxis üben, während Matthias Steiner mit vielen Praxistipps helfend zur Seite stand.

Neben den althergebrachten Justiermethoden mit Filmdose, verschiedenen Justierokularen oder dem weit verbreiteten Justierlaser, wurden auch neuere Methoden mit Justagekamera und Laptop vorgestellt und über die Funktionsweise, deren Vor- und Nachteile, sowie Grenzen der verschiedenen Methoden gesprochen.

Nach längerer coronabedingter Pause freuten sich die Mitglieder, endlich einmal wieder zu einem persönlichen Treffen zusammenkommen und sich sehen zu können. Natürlich nutzten alle zu Beginn die Gelegenheit, einen kurzen Blick in die Sternwarte zu werfen und sich über den schon weit fortgeschrittenen Stand der Installationsarbeiten zu informieren.

Die Teilnehmer zeigten sich am Ende des Abends sehr zufrieden mit dem Workshop und den dabei erworbenen Kenntnissen, ihre Teleskope nun selbstständig justieren zu können.

Ein herzliches Dankeschön an Matthias Steiner und allen, die den Workshop ermöglicht und in die Tat umgesetzt haben.

Mitglied werden / Spenden

Sie möchten die Arbeit der AG Orion unterstützen? Sie möchten Kontakt zu anderen Amateurastronomen knüpfen und im Verein mitarbeiten? Dann werden Sie jetzt Mitglied der AG Orion.

Für die weitere Ausstattung und den Betrieb unserer neuen Sternwarte freuen wir uns über Spenden. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Sie Zuwendungen steuerlich geltend machen können.

IBAN: DE30 5125 0000 0001 0574 80 
BIC: HELADEF1TSK
Taunus Sparkasse



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24. Dezember: Heiligabend

Am 24. Dezember, dem Heiligen Abend, finden sich gleich zwei Motive in unserem AG Orion Adventskalender:

Der Weihnachtsbaum Sternhaufen NGC 2264, passend zum bevorstehenden Weihnachtsfest, befindet sich in ca. 2.500 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Einhorn, das am 18. Januar 1784 von Wilhelm Herschel entdeckt wurde:

Foto: Matthias Steiner

…und, wie könnte es anders sein das zweite Motiv: unsere neue Volkssternwarte Bad Homburg:

Das seit vielen Jahren geplante Projekt konnte in diesem Jahr endlich Wirklichkeit werden: mit dem Bau der Beobachtungsterrasse, des Steuercontainers, des Kuppelfundamentes und schließlich mit der Anlieferung der neuen Baader AllSky Kuppel samt Montierung ging ein großer Traum in Erfüllung: wahrscheinlich das schönste Weihnachtsgeschenk für alle.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Sponsoren, die vielen fleißigen Hände, die im Hintergrund so viele Arbeiten verrichtet haben, der Politik und den Entscheidungsträgern für die Unterstützung und nicht zuletzt dem Vereinsvorstand und allen Mitgliedern für ihre Arbeit und Unterstützung, ohne die unser Projekt nicht Realität geworden wäre.

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Ihre AG Orion

!! FROHE WEIHNACHTEN !!

Krippe in der kath. St. Laurentiuskirche Usingen

23. Dezember: Eule & Krebs

Hinter dem 23. Türchen zeigen sich zwei weitere sehr sehenswerte Himmelsobjekte:

Eulennebel

Auf dem ersten Bild zeigt sich ein blauer Nebel mit einem Gesicht: der Eulennebel. Der planteraische Nebel trägt die Katalognummer M97 und befindet sich im Sternbild des Großen Bären.

Links zu erkennen ist die Galaxie M108, die eine Entfernung von rund 34 Mio. Lichtjahren zu unserer Milchstraße hat. Sie wurde im Jahr 1781 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.

Foto: Matthias Steiner

Krebsnebel

Der Krebsnebel im Sternbild Stier (M 1 bzw. NGC 1952) ist der Überrest der im Jahr 1054 von chinesischen Hofastronomen beobachteten Supernova, in dem sich ein Pulsarwind-Nebel gebildet hat. Er befindet sich im Perseus-Arm der Milchstraße und ist etwa 6300 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der mit fast 1500 Kilometer pro Sekunde expandierende Nebel ist von ovaler Gestalt. In seinem Zentrum befindet sich der aus dem explodierten Ursprungsstern hervorgegangene Neutronenstern, der etwa 30 mal pro Sekunde um seine Achse rotiert und im Radiofrequenzbereich sowie im optischen, Röntgen- und Gammafrequenzbereich als Pulsar nachweisbar ist. Der Neutronenstern hat etwa die Masse der Sonne bei einem Durchmesser von nur etwa 30 km, eine 180.000-fache Dichte der Sonne, eine Temperatur von 500.000 Kelvin sowie die 30.000-fache Energieemission der Sonne. Der ihn umgebende Nebel ist von Filamenten durchzogen, die aus den äußeren Schalen des Ursprungssterns entstanden sind und zum größten Teil aus ionisiertem Wasserstoff und Helium bestehen. Hinzu kommen kleinere Anteile von Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon und Schwefel, teilweise auch in Form von Staub.

Wegen seiner geringen scheinbaren Helligkeit kann der Krebsnebel nur durch Teleskope beobachtet werden. Er gehört zu den am intensivsten in der Astronomie erforschten Objekten.

Die Bilder zeigen den „Krebsnebel“ M 1 im Sternbild Stier. Sie entstanden aus einer im März 2021 mit einem über das Internet ferngesteuerten Teleskop in Namibia mit 500 mm Öffnung und 3420 mm Brennweite und einer monochromen CCD-Kamera angefertigten Aufnahmeserie. Insgesamt wurden 35 Einzelbilder à 300 Sekunden mit Hα-, [OIII]- und [SII]-Schmalbandfiltern belichtet und zu einem HO-Bicolorbild und einem sogenannten SHO-Falschfarbenbild (Hubble-Palette) kombiniert, Gesamtbelichtungszeit 2,92 Stunden. Fotos: Bernhard Strauch

21. Dezember: Blasennebel

Wie gemalt zeigen sich die Aufnahmen des Blasennebels (NGC 7635) im Sternbild der Kassiopia, die wir hinter dem vierten Türchen unseres AG Orion Adventskalenders bereits vorgestellt haben.

Der rund 7.100 Lichtjahre von der Erde entfernte Emissionsnebel befindet sich in der Nähe des offenen Sternhaufens M52.

Foto: Norbert Hatzke
Foto: Matthias Steiner
Foto: Frank Unger