21. Dezember: Pacman-Nebel

Heute öffnet sich das 21. Türchen: im Sternbild Kassiopeia befindet sich der Emissionsnebel NGC 281, der wegen seiner Ähnlichkeit mit dem gleichnahmigen Videospiel auch „Pacman-Nebel“ genannt wird.

Es handelt sich hierbei um einen 9.500 Lichtjahre von der Erde entfernten Emissionsnebel der durch die nahegelegenen Sterne des offenen Sternhaufens IC 1590 zum Leuchten angeregt wird. Innerhalb des Nebels sieht man dunkle Flecke, sog. Globulen, aus denen, nachdem sie sich verdichtet haben, Sterne entstehen.

20. Dezember: Der Rosettennebel

Nur noch vier Tage, bis zum Heiligen Abend: das 20. Türchen bringt uns heute eine Kombination aus einem diffusen Emissionsnebel zusammen mit einem offenen Sternhaufen im Sternbild Einhorn: der Rosennebel (NGC 2237) wird von den im Inneren befindlichen Sternen des offenen Sternhaufens zum Leuchten gebracht.

Er befindet sich in etwa 5.000 Lichtjahren Entfernung zu unserer Erde und hat einen Durchmesser von rund 130 Lichtjahren.

19. Dezember: Die ISS

Die Internationale Raumstation, kurz ISS, kreist in einer Höhe von 400 Kilometern um unsere Erde. Mit einer Geschwindigkeit von 28.700 km/h braucht die Raumstation etwa 90 Minuten für eine Erdumrundung.

Durch die Sonne angestrahlt, reflektiert sie das Sonnenlicht so stark, dass sie bereits mit dem bloßen Auge als heller, wandernder Lichtpunkt am Himmel sichtbar ist. Ungeübte Beobachter können sie daher leicht mit einem hoch fliegenden Flugzeug verwechseln.

Aufgrund der hohen Bewegungsgeschwindigkeit kann man die ISS auf Fotografien größerer Himmelsregionen als Strichspur abbilden. Möchte man sie mit entsprechender Optik stärker vergrößert im Bild haben, wird es schon etwas schwieriger: man muss die Raumstation im richtigen Moment im Bildausschnitt haben und den Auslöser betätigen.

Eine eindrucksvolle Aufnahme haben wir hinter dem 19. Türchen versteckt: zum Aufnahmezeitpunkt wanderte die ISS direkt vor der Sonne her, ein sogenannter „Transit“. Es wurden mehrere, kurz hintereinander geschossene Bilder übereinander gelegt, so dass man schön die Bewegung der ISS vor der Sonne erkennen kann:

18. Dezember: Der Blasennebel

Diese Übersichtsaufnahme zeigt eine Sternentstehungsregion im Sternbild Kassiopeia, die sich in der Nähe des offenen Sternhaufens M52 befindet. Markant ist der sogenannte Blasennebel NGC7635, der rechts oben im Bild zu sehen ist.

Hierbei handelt es sich um eine blasenähnliche Formation, die durch den Sonnenwind eines 7,8 mag hellen Sterns entstanden ist. Der Blasennebel hat eine Entfernung von etwa 7.100 Lichtjahren zu unserer Erde.

17. Dezember: h & chi

„H und Chi“ ist der geläufige Name dieses Doppelsternhaufens, bestehend aus den beiden offenen Sternhaufen NGC869 und NGC884: sie sind hinter dem 17. Türchen unseres Adventskalenders versteckt. Diese Sternhaufen befinden sich im Sternbild Perseus und
sind bereits mit dem bloßen Auge sichtbar.

Sie haben einen Abstand von 7.500 Lichtjahren zu unserer Erde, haben ein geschätztes Alter von 75 bis 150 Millionen Jahren und sind damit noch relativ jung.

16. Dezember: Pferdekopfnebel

Pferdefreunden wird beim Blick hinter unser 16. Türchen das Herz höher schlagen: dahinter verbirgt sich der sogenannte Pferdekopfnebel, dessen markante Form an einen Pferdekopf erinnert und ihm so seinen Namen gab.

Es handelt sich hierbei um eine Dunkelwolke im Sternbild des Orion, die sich vor dem Emissionsnebel IC 434 in einer Entfernung von rund 1.500 Lichtjahren zu unserer Erde befindet. Entdeckt wurde der Pferdekopfnebel im Jahre 1887 von Williamina Fleming, einer amerikanischen Astronomin mit schottischen Wurzeln.

15. Dezember: Eskimonebel

Der Eskimonebel hinter der Adventskalendertür Nummer 15, auch als NGC2392 katalogisiert, befindet sich im Sternbild Zwillinge und ist mit mittelgroßen Teleskopen relativ einfach zu finden. Es handelt sich hierbei um einen Planetarischen Nebel, dessen expandierende Hülle durch die starke Strahlung seines sehr heißen Zentralsterns zum Leuchten angeregt wird.

Planetarische Nebel haben nichts mit Planeten zu tun, auch wenn sie aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung mit denen von Planeten verwechselt werden können. Hierbei handelt es sich aber um die Überreste eines roten Riesensterns, der nach dessen Lebensphase seine äußere Hülle abgestoßen hat.