Der TEC APO 160 ist ebenfalls angekommen

Heute ist unser TEC APO 160 f/7 Fluorit Apochromat von Baader Planetarium angekommen. Das war eine sehr großzügige Spende von der Mainova AG. Einer der größten regionalen Energieversorger in Deutschland. Der Verein ist sehr dankbar dafür. Oliver Debus (1. Vorsitzender) hat das Schmuckstück zur Volkssternwarte Hochtaunus gebracht. Peter Markworth (Vereinsmitglied) und Bernhard Strauch (2. Vorsitzender) haben danach die Vorarbeit für die demnächst anstehende Montage der Teleskope geleistet. Neben dem TEC APO soll auch noch unser Zeiss Faltrefraktor auf die Montierung kommen. Dabei wurden auch die Schwerpunkte beider Teleskope und für das Gesamtsystem ermittelt. Alle Arbeiten zusammen haben ca. 4 ½ Stunden gedauert.

Der Zeiss Faltrefraktor ist angekommen

Wie berichtet, hatten wir am 09. Februar 2020 ein Acht-Zoll-Refraktor mit Zeiss-Objektiv aus der deutschen Teleskop-Schmiede ,Lichtenknecker Optics’ erworben. Das Fernrohr hatten wir aus dem Nachlass eines Odenwälder Grafen der Sternwarte Eulbach gekauft. Es wurde danach in liebevoller Arbeit von unserem Vereinsmitglied Peter Markworth mit zwei Umlenkspiegel zu einem sogenannten „Faltrefraktor“ umgebaut. Peter ist Maschinenbauingenieur und war zuletzt Hauptabteilungsleiter in einer größeren Firma. Der Umbau war notwendig, um den Refraktor mit einer Brennweite von drei Metern soweit zu verkürzen, dass er in der 4,5 Meter AllSky-Kuppel Platz findet. Heute haben Bernhard Strauch (2. Vorsitzender) und Peter den Faltrefraktor zur Volkssternwarte Hochtaunus gebracht. Oliver Debus (1. Vorsitzender) war ebenfalls dabei.

Volkssternwarte Hochtaunus: Teleskopmontage im Mai, offizielle Einweihung im Juni, öffentliche Beobachtungen ab Herbst

Acht Monate nachdem die Fundamente gelegt worden sind, nähert sich die neue Volkssternwarte Hochtaunus am Peter-Schall-Haus in Dornholzhausen der Vollendung.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Rohbau fertiggestellt und die Baader „Allsky-Kuppel“ errichtet worden war, wurden in den vergangenen Wochen weitere Vorarbeiten erledigt, um die Volkssternwarte zu eröffnen. Die ersten Frühlingstage des Jahres wurden genutzt, um die Elektroinstallationen in der Kuppel vorzunehmen, eine dimmbare LED-Beleuchtung zu installieren und die Vorbereitung für das Datennetzwerk zu treffen.

Mit Abschluss der Installation sind nun so gut wie alle Vorbereitungen für die baldige Montage der Beobachtungsinstrumente getroffen. Im Mai wird die Sternwarte soweit fertiggestellt sein, dass die ersten Probebeobachtungen zur Optimierung des Gesamtsystems möglich sind. Die offizielle Einweihung der Volkssternwarte wird im Juni erfolgen. Die öffentlichen Beobachtungen für Besucher werden ab Herbst angeboten, wenn die Nächte wieder länger werden.

Hier nochmals die nächsten Termine kurz zusammengefasst:

– Teleskopmontage im Mai 2022
– Offizielle Einweihung im Juni 2022
– Öffentliche Beobachtungen ab Herbst 2022

Die Taunus Zeitung berichtete am 14. April 2022 in der Print-Ausgabe ausführlich über die Elektroarbeiten in der AllSky-Kuppel und die nächsten Schritte bis zu den geplanten öffentlichen Beobachtungen ab Herbst.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel in der Printausgabe der Bad Homburger Woche vom 28.04.2022 auf Seite 6 oder in der Online-Ausgabe der Taunus-Nachrichten:

Link zur Bad Homburger Woche (PDF).

Link zu den Taunus-Nachrichten.

Artikel in der F.A.Z.: Lichtsammeln am Nachthimmel

Wie eine Muschel: Die Kuppel schützt im Ruhezustand das Teleskop. Davor stehen Michael Feiler (links) und Bernhard Strauch von der Gesellschaft Orion. Bild: Marie-Luise Kolb
Bildquelle: URL der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Die Volkssternwarte Hochtaunus hat es nun auch in die Frankfurter Allgemeine Zeitung geschafft. Der Redakteur Jan Schiefenhövel und die Fotografin Marie-Luise Kolb trafen sich dazu an der eingeschneiten Sternwartenkuppel mit den Vereinsmitgliedern Bernhard Strauch (2. Vorsitzender) und Michael Feiler (Pressewart). Der Zeitungsbericht erschien gestern in der Printausgabe unter der Rubrik Rhein-Main. Seit heute ist der Artikel zusätzlich auf der Internetseite der F.A.Z. zu finden.

Link zum Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Umbau des langen Lichtenknecker Zeiss Refraktors zum handlichen Faltrefraktor

Im Februar 2020 haben wir von der Privatsternwarte Eulbach im Odenwald einen 8 Zoll Lichtenkneckerrefraktor (Linsenteleskop) mit 3000mm Brennweite übernommen. Dieses soll das Hauptinstrument der Volkssternwarte Hochtaunus werden. Ursprünglich war es in einer Sternwartenkuppel mit 8m Durchmesser untergebracht. Da unsere Baader Allsky Kuppel nur einen Durchmesser von 4,5m hat, war ein Umbau des langen Refraktors zu einem kurzen Faltrefraktor mit Umlenkspiegel nötig. Dieser Umbau hat unser Vereinsmitglied Peter Markworth geplant und durchgeführt und dabei zahlreiche Bauteile selber hergestellt. Der Refraktor ist mit einem AS 200/3000 Objektiv von Zeiss bestückt. Zum Refraktorumbau gibt es drei interessante Videos die unser 1. Vorsitzender Oliver Debus erstellt hat:

Dieses Video zeigt einen Vortrag von Peter Markworth über das Umbauprojekt am 22.09.2021.
In diesem Video stellen Peter Markworth und Oliver Debus die Bauteile des Faltrefraktors vor.
In diesem Video zeigen Peter Markworth und Oliver Debus den Zusammenbau des Faltrefraktors.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2022

Das Jahr 2021 nähert sich nun dem Ende und wir können voller Stolz auf sehr aufregende Monate zurückblicken. Die Volkssternwarte Hochtaunus wurde gebaut und wird im kommenden Frühjahr offiziell für die interessierte Öffentlichkeit eröffnet.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitgliedern, Helfern, Sponsoren und Sternfreunden, die uns 2021 bei unserer ehrenamtlichen Arbeit unterstützt haben.

Die Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V. wünscht allen Sternfreunden, Astronomiebegeisterten und Weltraumfans eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Ein „Weihnachtsstern“ naht…

Helle Kometen sind seltene Erscheinungen am nächtlichen Sternenhimmel. Promentes Beispiel aus dem Sommer letzten Jahres war der Komet Neowise (C/2020 F3), der unter dunklem Himmel nicht nur im Fernglas, sondern sogar mit dem bloßem Auge zu sehen war. Wenn alles gut geht und die Helligkeitsentwicklung so positiv weitergeht, soll nun im Dezember 2021 ein weiterer Komet für das bloße Auge sichtbar werden. Sein Name lautet Komet Leonard (C/2021 A1). Er wurde am 3. Januar 2021 vom US-amerikanischen Astronomen Greg J. Leonard am Mount Lemmon Observatory in Tucson (Arizona) entdeckt. An diesem Tag war Komet Leonard noch ca. 750 Millionen Kilometer von unserer Sonne entfernt. Er bewegt sich auf die Sonne zu und wird seine größte Annäherung an die Sonne (das sogenannte Perihel) mit einer Entfernung von ca. 92,2 Millionen Kilometer am 3. Januar 2022 erreichen. Den geringsten Abstand zur Erde erreicht Komet Leonard mit ca. 35 Millionen Kilometern schon etwas früher am 12. Dezember 2021 um ca. 14.54 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Ob der Komet Leonard im Dezember 2021 wirklich so hell wird wie es die derzeitigen Schätzungen zeigen, muss jedoch hoffnungsvoll abgewartet werden. Die Entwicklung von Kometen ist leider unvorhersehbar. Kometen stammen aus dem äußeren Sonnensystem, dem sogenannten Kuiper-Gürtel oder der Oortschen Wolke. Sie bestehen aus Wasser, Eis, Staub und gefrorenen Gasen. Bei Sonnennähe verdampfen die Gase und bilden eine diffuse Hülle aus Gas und Staub um den Kometenkern, die auch Koma genannt wird. Durch den Sonnenwind verweht die Koma und bildet einen mehrere Millionen Kilometer langen Kometenschweif, der im reflektierenden Sonnenlicht leuchtet. Doch genau vorhersagen kann man nicht, wie sich ein Komet verhält. In der Vergangenheit gab es schon einige erfolgsversprechende Kometen, die in der Nähe der Sonne letztlich zerbrochen sind.

Komet Leonard wird als Erstes auf der nördlichen Halbkugel der Erde zu sehen sein und danach auf der südlichen Halbkugel. Trotz seiner hohen Geschwindigkeit von 254.412 Km/h wird seine veränderte Stellung mit dem bloßen Auge nur von Nacht zu Nacht auffallen, da sein Abstand zur Erde sehr hoch ist. Er huscht also nicht wie ein Flugzeug oder Satellit über den Himmel, sondern bleibt pro Beobachtungsnacht ziemlich konstant am Sternenhimmel stehen. Seine Bewegung wird aber auffallen, wenn man Leonard halbstündlich fotografiert und die Bilder vergleicht.

Dieses Foto entstand am 23. November 2021 zwischen 5:45 Uhr und 06:30 Uhr mit einem Linsenteleskop (72mm Öffnung, 432mm Brennweite) und einer Astrokamera (ASI 533MC) von Usingen aus. Foto: Markus Drexelius

Um den Kometen sehen zu können, muss man früh aufstehen. Zum Beispiel am 1. Dezember zwischen 3:30 und 6:30 Uhr. Dann steht er im Sternbild Jagdhunde. Als Orientierung kann die Deichsel des Großen Wagens (Sternbild Großer Bär) und der Stern Arktur im Sternbild Bärenhüter (Bootes) genommen werden. Eine entsprechende Aufsuchkarte für jede Nacht finden Sie unten:

Die Aufsuchkarte hilft dabei, den Kometen zu finden. Es ist die Position am jeweiligen Datum dargestellt. Die Sternenkarte zeigt den Himmel morgens um 05:30 Uhr in Richtung Osten. Die Deichsel des Großen Wagens und der helle Stern Arktur helfen bei der Orientierung. Grafik: Michael Feiler

Für Fotografen ist ein kosmisches Rendezvous sehr interessant. Komet Leonard wird am frühen Morgen des 3. Dezember 2021 dicht am Kugelsternhaufen Messier 3 vorbeiziehen. Die AG Orion wird bei klarem Wetter ebenfalls versuchen, diese reizvolle Begegnung auf Fotos festzuhalten. Am 11. Dezember 2021 wird hierzulande die letzte realistische Chance sein, Leonard gegen 6:00 Uhr am östlichen Horizont zu sehen. Die Tage danach steht er schon zu tief und die Beobachter auf der südlichen Halbkugel werden dann ihre Chance bekommen.

Komet Leonard ist also ein Spektakel, das man sich unbedingt anschauen sollte, denn der Dezember wird die letzte Möglichkeit bieten, Leonard zu sehen. Nachdem er seinen sonnennächsten Punkt erreicht hat, wird er laut derzeitigen Berechnungen aus unserem Sonnensystem geworfen und kommt auch nicht wieder zurück.

Himmelsereignisse wie diese wird die AG Orion künftig an der Volkssternwarte Hochtaunus zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern beobachten und fotografieren. Ende Oktober wurde dazu die Baader AllSky-Kuppel angeliefert und montiert. Demnächst soll noch der sogenannte „Faltrefraktor“ (ein Linsenteleskop) in die Kuppel eingebaut und kleinere notwendige Arbeiten abgeschlossen werden, so dass die Volkssternwarte Hochtaunus im kommenden Frühjahr offiziell eröffnen kann.

Da auch die restlichen Abschlussarbeiten den Verein finanziell fordern, bittet der Verein um weitere Spenden, und zwar auf das Konto der Astronomischen Gesellschaft Orion e.V.: IBAN: DE 305 1250000 0001 057480, BIC: HELADEF1TSK Taunus Sparkasse, Zweck: „Volkssternwarte“.