Weitere Bauarbeiten, Teil 5

Es geht weiter mit den Bauarbeiten der Sternwarte am Peter-Schall-Haus. Als Hauptarbeit wurde heute das zweite Streifenfundament für die Tiefgründung des Kuppelsockels hergestellt. Dabei passten 11 m3 Beton in das Fundamentloch. Des Weiteren wurden die verlegten Kabel mit Sand abgedeckt, die Kabelgräben verfüllt und Leerrohre verlegt.

Umbau des langen Linsenteleskops zum kurzen Faltrefraktor

Am 9. Februar 2020 hatten wir von einem Grafen im Odenwald der Sternwarte Eulbach einen schönen 20-Zentimeter Refraktor (Linsenteleskop) mit 3m Brennweite erworben. Das Gerät stammt von der ehemaligen Teleskopschmiede „Lichtenknecker“ und ist mit einem hochwertigen Zeiss Objektiv bestückt.

Da der Refraktor aber mit 3m Brennweite so nicht in unsere geplante AllSky-Kuppel passt, hatten wir beschlossen, den langen Originaltubus zu erhalten und einen neuen, kürzeren Tubus für die Zeiss-Optik in Eigenregie zu bauen. Unser Vereinsmitglied Peter Markworth aus Waldems ist glücklicherweise Maschinenbauingenieur und war zuletzt Hauptabteilungsleiter der Bereiche Werkinstandhaltung, Energieversorgung und Werksplanung in einer größeren Firma. Er hat nun das lange Linsenteleskop zu einem kurzen Faltrefraktor mit zwei Umlenkspiegeln umgebaut. Dabei hat er alle Teile mechanisch fertiggestellt. Über 100 Bohrungen von 2,5 bis 225 Millimeter Durchmesser musste er anlegen und 96 Gewinde schneiden. Um bei der Beobachtung störendes Streulicht zu vermeiden, hat er die Spiegelzelle, den Tubus und die Taukappe innen mattschwarz lackiert. Des Weiteren wurden die Aluminiumteile eloxiert und Tubus, Taukappe und Rohrschellen lackiert. Peter hat dafür hunderte Arbeitsstunden investiert. Nun wird das Teleskop optisch eingestellt und wir freuen uns auf das „First Light“ in der „Volkssternwarte Hochtaunus“.

Vielen Dank Peter für diese tolle Leistung.

Weitere Bauarbeiten, Teil 4

Heute haben wir in Eigenleistung wichtige Kabel für die Sternwarte verlegt und angeschlossen. Die Verteilerdosen wurden anschließend mit Epoxidharz wassedicht vergossen. Die späteren Elektroarbeiten sollen dann von einer Fachfirma erledigt werden.

Spatenstich und weitere Bauarbeiten, Teil 3

Heute veranstaltete die AG Orion einen offiziellen Spatenstich, an dem neben unseren zwei Vorsitzenden Oliver Debus und Bernhard Strauch mit vielen Vereinsmitgliedern, auch der Erste Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr, Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak teilnahmen. Alle betonten die Bedeutung des Projekts für interessierte Bürger aus der Region und insbesondere für die Schulen.

Dazu hatten wir auch ein Sternwarten-Modell im Maßstab 1:30 mitgebracht. Die Sternwartenkuppel wurde aus Styropor geschnitzt und das Teleskop entstand maßstabsgetreu im 3D-Drucker. Das Ganze wurde ausgeschmückt mit Playmobil-Figuren und einem passenden Playmobil-Container als Leitstand, um sich ein Bild von der zukünftigen Sternwarte machen zu können. Im Container standen Playmobil-PCs und auf der Modell-Terrasse kleine Playmobil-Teleskope. Genauso wie es später auch in echt aussehen soll.

An dem Spatenstich nahm auch Sternwarten-Architekt Dietmar Schäfer vom Bad Homburger Architektenbüro Kreateam und Herr Jens Burkhardt von der Firma Garten und Landschaftsbau Burkhardt GmbH & Co. KG aus Eschborn teil. Die Firma Burkhard übernimmt derzeit die Bauarbeiten und erstellt das Fundament für die AllSky-Kuppel.

Beim Spatenstich von links nach rechts:
Erste Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr, Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Vorsitzender der AG Orion Oliver Debus, Architekt Dietmar Schäfer vom Bad Homburger Architektenbüro Kreateam und Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.

Die Taunus-Zeitung berichtete am 07. September 2021 von unserem Spatenstich:

Die Bad Homburger Woche berichtete ebenfalls darüber am 09. September 2021:

In der Zeitung (E-Paper, PDF).

Auf der Webseite der Taunus-Nachrichten.

Weitere Bauarbeiten, Teil 2

Auch gestern und heute ging es mit den Bauarbeiten am Peter-Schall-Haus weiter. Die Fläche für die Volkssternwarte Hochtaunus wurde ausgekoffert, eine erste Schotterlage eingebracht und danach verdichtet. Weiterhin wurden erste Leerrohre für die Kabelverbindung zwischen dem Leitstand (Container) und zukünftiger Baader AllSky-Kuppel verlegt. Anschließend wurden noch Kabelgräben für die Stromzuleitung und die Außenbeleuchtung ausgehoben.

Weitere Bauarbeiten für die Volkssternwarte Hochtaunus

Heute ging es am Peter-Schall-Haus weiter mit den Bauarbeiten für die geplante Volkssternwarte Hochtaunus. Die Firma Garten und Landschaftsbau Burkhardt GmbH & Co. KG aus Eschborn übernimmt die Pflasterarbeiten und erstellt das Fundament für die AllSky-Kuppel. Mit diesen Arbeiten sind dann die Voraussetzungen für die Installation im Oktober von Kuppel und Montierung durch die Firma Baader Planetarium geschaffen. Daneben werden Gräben für die Verlegung der Elektrokabel für die Beleuchtung und den Stromanschluss gezogen. Die Kabel einschließlich der wasserdichten Verteilerdosen werden die Mitglieder der AG Orion in Eigenleistung verlegen, so dass die Elektroarbeiten dann im Anschluss von einer Fachfirma erledigt werden können.

„Augen auf“ bei der Beleuchtung

Coronabedingt bleiben viele Menschen derzeit daheim und da möchte man es sich natürlich schön und gemütlich machen. Auch der heimische Garten soll etwas hermachen und da greifen Gartenbesitzer gerne zur Beleuchtung, um den Garten ins „rechte Licht“ zu rücken. Im Baumarkt findet sich eine große Auswahl, um den Garten zu illuminieren.

Doch „Vorsicht“: weniger ist hier mehr!

Solche Kugelleuchten werden im Fachhandel angeboten und sollen die Pflanzen im Garten nachts zu dekorativen Zwecken erhellen. Die Nacht wird dadurch buchstäblich zum Tag, selbst bei der Wahl kleinster LED-Leuchtmittel. Eine Gefahr für Insekten und auch Menschen. Der Sternenhimmel ist unter den Lichtglocken der Städte kaum noch zu erblicken. Foto: Markus Drexelius

Die Natur gerät aus dem Takt

Ein großer Teil unserer Tiere ist nachtaktiv. Durch künstliches Licht wird ihr Lebensraum verändert. Tagaktive Tiere, die nachts schlafen müssten, werden durch unsere künstliche Beleuchtung gestört.

Insekten werden durch helle Lichtquellen angelockt und können sich dem Bann des hellen Lichtes nicht entziehen und sterben, weil sie nicht mehr dem Weg hinaus, weg von der Lichtquelle, finden. Sie fehlen anderen Tieren dann als Nahrungsquelle und wir brauchen Insekten zum Bestäuben von Pflanzen, auch nachts.

Vögel sind auch direkt betroffen und bekommen vom künstlichen Licht falsche Signale, der Tag-/Nachtrhythmus gerät durcheinander. Zugvögel verlieren die Orientierung und können an den grell beleuchteten Hindernissen verunglücken.

Und auch wir Menschen werden durch künstliche Beleuchtung im Schlaf gestört, wenn sich das Schlafzimmer z.B. nicht richtig verdunkeln lässt. Bläuliches Licht vom Fernseher, Monitor oder Smartphone gaukelt unserem Körper vor, es wäre Tag. Das Schlafhormon Melatonin schüttet der Körper erst im Dunkeln aus.

„Weisst Du wieviel Sternlein stehen…“

So heisst es noch in einem bekannten Kinderlied, doch viele Kinder kennen den Sternenhimmel häufig nur noch aus Erzählungen. Wer einmal in einer dunkleren Region abseits der hell erleuchteten Städte Urlaub gemacht hat, kennt ihn noch: den faszinierenden Sternenhimmel mit dem Band der Milchstraße. Daheim in der Stadt sind kaum noch Sterne zu erkennen. Ein großer Verlust für uns Menschen, denn erst die Sterne geben der Nacht ihren Zauber.

Doch was tun?

Jeder kann aktiv einen Beitrag dazu leisten, die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Dabei geht es gar nicht darum, Beleuchtung zu verteufeln. Sie sollte aber immer zielgerichtet und sinnvoll eingesetzt werden:

  • Beleuchtung nur dort, wo sie notwendig ist: Die Beleuchtung des dunklen Gehwegs, um Stolperfallen zu erkennen, ist sinnvoll. Den heimischen Garten oder das Haus zur Dekoration anzustrahlen erfüllt keinen praktischen Nutzen: das ist unnötig und sollte vermieden werden. Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass die meisten Einbrüche bei Tageslicht geschehen: Beleuchtung schützt also auch nur begrenzt vor Einbrechern.
  • Zielgerichtete Beleuchtung: Achten Sie darauf, dass die Lichtquelle nur die Stellen erhellt, die beleuchtet werden sollen (z.B. den Gehweg und nicht den Himmel). Durch Abschirmblenden oder die Auswahl geeigneter Leuchten mit Richtcharakteristik helfen dabei. Durch die richtige Platzierung der Leuchte können Blendungen und unerwünschtes Streulicht verhindert werden.
  • Beleuchtung nur zu Zeiten, wenn sie nötig ist: Nutzen Sie Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren, damit die Beleuchtung nur dann angeschaltet wird, wenn sie auch gebraucht wird.
  • Nur so hell, wie nötig: achten Sie auf die Helligkeit der Beleuchtung. Die Lichtstrommenge ist meist auf den Verpackungen zu finden: häufig reichen 100 Lumen (1 bis 2 Watt). Faustregel: maximal 1.000 Lumen (10 Watt). Die Stromkosten reduziert das auch.
  • Achten Sie auf die Lichtfarbe: die Beleuchtung sollte warmweiß sein (max. 2.700 Kelvin). Je mehr Kelvin, desto mehr unerwünschte Blauanteile hat das Licht.

In den folgenden Bildern finden Sie einige Beispiele:

Besser gelöst wurde die Gebäudebeleuchtung an der Usinger Polizeistation (ehem. Amtsgericht): die Leuchten strahlen von oben nach unten, so dass kein Licht direkt in den Nachthimmel strahlt. Foto: Christian Schmitz

Sternenparks & Sternenstädte

Einige Regionen und Städte haben das Thema bereits erkannt und nutzen es auch, um die Attraktivität z.B. als Urlaubsregion zu steigern: so wurde das UNESCO Biosphärenreservat Rhön im Jahr 2014 als Sternenpark ausgezeichnet und damit das Engagement zur Reduzierung der Lichtverschmutzung belohnt. Im Sternenpark Rhön wird der Blick in den Sternenhimmel zum Erlebnis.

Die Stadt Fulda wurde im Jahr 2019 als erste deutsche Stadt zur „Sternenstadt“ gekürt. Schon seit längerem setzen sich die Verantwortlichen für eine Reduzierung der Lichtverschmutzung ein.

Weitere Information zum Thema finden Sie hier: