Weitere Bauarbeiten, Teil 4

Heute haben wir in Eigenleistung wichtige Kabel für die Sternwarte verlegt und angeschlossen. Die Verteilerdosen wurden anschließend mit Epoxidharz wassedicht vergossen. Die späteren Elektroarbeiten sollen dann von einer Fachfirma erledigt werden.

Spatenstich und weitere Bauarbeiten, Teil 3

Heute veranstaltete die AG Orion einen offiziellen Spatenstich, an dem neben unseren zwei Vorsitzenden Oliver Debus und Bernhard Strauch mit vielen Vereinsmitgliedern, auch der Erste Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr, Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak teilnahmen. Alle betonten die Bedeutung des Projekts für interessierte Bürger aus der Region und insbesondere für die Schulen.

Dazu hatten wir auch ein Sternwarten-Modell im Maßstab 1:30 mitgebracht. Die Sternwartenkuppel wurde aus Styropor geschnitzt und das Teleskop entstand maßstabsgetreu im 3D-Drucker. Das Ganze wurde ausgeschmückt mit Playmobil-Figuren und einem passenden Playmobil-Container als Leitstand, um sich ein Bild von der zukünftigen Sternwarte machen zu können. Im Container standen Playmobil-PCs und auf der Modell-Terrasse kleine Playmobil-Teleskope. Genauso wie es später auch in echt aussehen soll.

An dem Spatenstich nahm auch Sternwarten-Architekt Dietmar Schäfer vom Bad Homburger Architektenbüro Kreateam und Herr Jens Burkhardt von der Firma Garten und Landschaftsbau Burkhardt GmbH & Co. KG aus Eschborn teil. Die Firma Burkhard übernimmt derzeit die Bauarbeiten und erstellt das Fundament für die AllSky-Kuppel.

Beim Spatenstich von links nach rechts:
Erste Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr, Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Vorsitzender der AG Orion Oliver Debus, Architekt Dietmar Schäfer vom Bad Homburger Architektenbüro Kreateam und Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.

Die Taunus-Zeitung berichtete am 07. September 2021 von unserem Spatenstich:

Die Bad Homburger Woche berichtete ebenfalls darüber am 09. September 2021:

In der Zeitung (E-Paper, PDF).

Auf der Webseite der Taunus-Nachrichten.

Weitere Bauarbeiten, Teil 2

Auch gestern und heute ging es mit den Bauarbeiten am Peter-Schall-Haus weiter. Die Fläche für die Volkssternwarte Hochtaunus wurde ausgekoffert, eine erste Schotterlage eingebracht und danach verdichtet. Weiterhin wurden erste Leerrohre für die Kabelverbindung zwischen dem Leitstand (Container) und zukünftiger Baader AllSky-Kuppel verlegt. Anschließend wurden noch Kabelgräben für die Stromzuleitung und die Außenbeleuchtung ausgehoben.

Weitere Bauarbeiten für die Volkssternwarte Hochtaunus

Heute ging es am Peter-Schall-Haus weiter mit den Bauarbeiten für die geplante Volkssternwarte Hochtaunus. Die Firma Garten und Landschaftsbau Burkhardt GmbH & Co. KG aus Eschborn übernimmt die Pflasterarbeiten und erstellt das Fundament für die AllSky-Kuppel. Mit diesen Arbeiten sind dann die Voraussetzungen für die Installation im Oktober von Kuppel und Montierung durch die Firma Baader Planetarium geschaffen. Daneben werden Gräben für die Verlegung der Elektrokabel für die Beleuchtung und den Stromanschluss gezogen. Die Kabel einschließlich der wasserdichten Verteilerdosen werden die Mitglieder der AG Orion in Eigenleistung verlegen, so dass die Elektroarbeiten dann im Anschluss von einer Fachfirma erledigt werden können.

„Augen auf“ bei der Beleuchtung

Coronabedingt bleiben viele Menschen derzeit daheim und da möchte man es sich natürlich schön und gemütlich machen. Auch der heimische Garten soll etwas hermachen und da greifen Gartenbesitzer gerne zur Beleuchtung, um den Garten ins „rechte Licht“ zu rücken. Im Baumarkt findet sich eine große Auswahl, um den Garten zu illuminieren.

Doch „Vorsicht“: weniger ist hier mehr!

Solche Kugelleuchten werden im Fachhandel angeboten und sollen die Pflanzen im Garten nachts zu dekorativen Zwecken erhellen. Die Nacht wird dadurch buchstäblich zum Tag, selbst bei der Wahl kleinster LED-Leuchtmittel. Eine Gefahr für Insekten und auch Menschen. Der Sternenhimmel ist unter den Lichtglocken der Städte kaum noch zu erblicken. Foto: Markus Drexelius

Die Natur gerät aus dem Takt

Ein großer Teil unserer Tiere ist nachtaktiv. Durch künstliches Licht wird ihr Lebensraum verändert. Tagaktive Tiere, die nachts schlafen müssten, werden durch unsere künstliche Beleuchtung gestört.

Insekten werden durch helle Lichtquellen angelockt und können sich dem Bann des hellen Lichtes nicht entziehen und sterben, weil sie nicht mehr dem Weg hinaus, weg von der Lichtquelle, finden. Sie fehlen anderen Tieren dann als Nahrungsquelle und wir brauchen Insekten zum Bestäuben von Pflanzen, auch nachts.

Vögel sind auch direkt betroffen und bekommen vom künstlichen Licht falsche Signale, der Tag-/Nachtrhythmus gerät durcheinander. Zugvögel verlieren die Orientierung und können an den grell beleuchteten Hindernissen verunglücken.

Und auch wir Menschen werden durch künstliche Beleuchtung im Schlaf gestört, wenn sich das Schlafzimmer z.B. nicht richtig verdunkeln lässt. Bläuliches Licht vom Fernseher, Monitor oder Smartphone gaukelt unserem Körper vor, es wäre Tag. Das Schlafhormon Melatonin schüttet der Körper erst im Dunkeln aus.

„Weisst Du wieviel Sternlein stehen…“

So heisst es noch in einem bekannten Kinderlied, doch viele Kinder kennen den Sternenhimmel häufig nur noch aus Erzählungen. Wer einmal in einer dunkleren Region abseits der hell erleuchteten Städte Urlaub gemacht hat, kennt ihn noch: den faszinierenden Sternenhimmel mit dem Band der Milchstraße. Daheim in der Stadt sind kaum noch Sterne zu erkennen. Ein großer Verlust für uns Menschen, denn erst die Sterne geben der Nacht ihren Zauber.

Doch was tun?

Jeder kann aktiv einen Beitrag dazu leisten, die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Dabei geht es gar nicht darum, Beleuchtung zu verteufeln. Sie sollte aber immer zielgerichtet und sinnvoll eingesetzt werden:

  • Beleuchtung nur dort, wo sie notwendig ist: Die Beleuchtung des dunklen Gehwegs, um Stolperfallen zu erkennen, ist sinnvoll. Den heimischen Garten oder das Haus zur Dekoration anzustrahlen erfüllt keinen praktischen Nutzen: das ist unnötig und sollte vermieden werden. Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass die meisten Einbrüche bei Tageslicht geschehen: Beleuchtung schützt also auch nur begrenzt vor Einbrechern.
  • Zielgerichtete Beleuchtung: Achten Sie darauf, dass die Lichtquelle nur die Stellen erhellt, die beleuchtet werden sollen (z.B. den Gehweg und nicht den Himmel). Durch Abschirmblenden oder die Auswahl geeigneter Leuchten mit Richtcharakteristik helfen dabei. Durch die richtige Platzierung der Leuchte können Blendungen und unerwünschtes Streulicht verhindert werden.
  • Beleuchtung nur zu Zeiten, wenn sie nötig ist: Nutzen Sie Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren, damit die Beleuchtung nur dann angeschaltet wird, wenn sie auch gebraucht wird.
  • Nur so hell, wie nötig: achten Sie auf die Helligkeit der Beleuchtung. Die Lichtstrommenge ist meist auf den Verpackungen zu finden: häufig reichen 100 Lumen (1 bis 2 Watt). Faustregel: maximal 1.000 Lumen (10 Watt). Die Stromkosten reduziert das auch.
  • Achten Sie auf die Lichtfarbe: die Beleuchtung sollte warmweiß sein (max. 2.700 Kelvin). Je mehr Kelvin, desto mehr unerwünschte Blauanteile hat das Licht.

In den folgenden Bildern finden Sie einige Beispiele:

Besser gelöst wurde die Gebäudebeleuchtung an der Usinger Polizeistation (ehem. Amtsgericht): die Leuchten strahlen von oben nach unten, so dass kein Licht direkt in den Nachthimmel strahlt. Foto: Christian Schmitz

Sternenparks & Sternenstädte

Einige Regionen und Städte haben das Thema bereits erkannt und nutzen es auch, um die Attraktivität z.B. als Urlaubsregion zu steigern: so wurde das UNESCO Biosphärenreservat Rhön im Jahr 2014 als Sternenpark ausgezeichnet und damit das Engagement zur Reduzierung der Lichtverschmutzung belohnt. Im Sternenpark Rhön wird der Blick in den Sternenhimmel zum Erlebnis.

Die Stadt Fulda wurde im Jahr 2019 als erste deutsche Stadt zur „Sternenstadt“ gekürt. Schon seit längerem setzen sich die Verantwortlichen für eine Reduzierung der Lichtverschmutzung ein.

Weitere Information zum Thema finden Sie hier:

Astrofotogruppe der AG Orion

Noch gar nicht so alt ist die Astrofotogruppe der AG Orion, die sich jeden Mittwochabend per Videocall trifft, um sich rund um das spannende Thema der Astrofotographie auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und neue Dinge gemeinsam zu erlernen.

Vom Anfänger bis zum Profi ist alles vertreten und man unterstützt sich gegenseitig bei allen Fragen rund um Equipment, Aufnahmetechniken, Nachbearbeitung der Bilder und alles andere (nicht nur) rund um die Astrofotografie. Eine feste Tagesordnung gibt es bei den Mittwochstreffen nicht, die Themen ergeben sich meist schnell: da hat der eine vielleicht eine neue Kamera oder eine Bildbearbeitungssoftware, bei einem anderen klappt die Nachbearbeitung einer Aufnahme nicht so recht: schon ist man gemeinsam im Gespräch, um den anderen die neue Software zu zeigen oder gemeinsam ein Bild nachzubearbeiten.

Wenn die Corona-Pandemie es wieder zulässt, trifft man sich auch persönlich für gemeinsame Aufnahmesessions oder Begegnungen zum Erfahrungsaustausch.

Auch unsere neue Sternwarte wird den Astrofotografen der AG Orion ein neues Zuhause und viele Möglichkeiten bieten, die Schönheiten des nächtlichen Sternenhimmels zu fotografieren.

Die Astrofotogruppe der AG Orion steht allen Vereinsmitgliedern offen: werden auch Sie Mitglied der AG Orion und schnuppern Sie hinein in dieses faszinierende Hobby.

Sonnenfinsternis über dem Taunus

Glück hatten die Mitglieder der AG Orion bei der Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021, denn obwohl einige Wolken über den Himmel zogen, zeigten sich doch manche Lücken, so dass man das Naturschauspiel gut beobachten und fotografisch festhalten konnte.

Um 11:24 Uhr ging es los und der Mond schob sich langsam vor die Sonnenscheibe. Rund eine Stunde später war das Maximum der Bedeckung erreicht, die in unseren Breiten im Taunus nur rund 11% betrug, während Beobachter weiter im Norden unserer Erdkugel eine ringförmige Sonnenfinsternis erleben durften. Um 13.24h war das Spektakel dann vorbei.

Die rund zwei Stunden dauernde partielle Sonnenfinsternis als Zeitrafferaufnahme. (Video: Matthias Steiner, 126Aufnahmen alle 60s mit einer ASI183MCP, Belichtungszeit pro Aufnahme 0,001s, Baader UV/IRCut Filter und Baader Rot-Filter, Sky-Watcher Achromat 80mm f/5, EQ6-R)
Als Bildkollage hat Vereinsmitglied Frank Unger die Finsternis dokumentiert. 309 Einzelaufnahmen hat er insgesamt angefertigt, 12 davon fanden Einzug in die Kollage, was die Sonne alle ca. 15 Minuten zeigt. Aufnahmedaten: RC 6″, Reducer 0,67, Canon 850D, ISO 200, 1/3200
An der Kante des Mondes lassen sich sogar die Krater und Gebirge erkennen, wenn man genau hinschaut. Aufgenommen mit einem C8, 0,67reducer und einer EOS250D, 1/125sek, ISO100, Foto: Markus Drexelius
Aufgenommen mit einem Google Pixel 4 an einem 5 Zoll MAK von Skywatcher, Fotos: Matthias Schmidt

Wie gewohnt der obligatorische Warnhinweis: niemals ohne spezielle Sonnenfilter in die Sonne schauen!

Sonnenbeobachtungen des Nachwuchses

Der 12jährige Ben war während der Sonnenfinsternis in der Schule und hat eine Freistunde dazu genutzt, die Sonne mit einer Finsternisbrille zu beobachten. Das Gesehene hat er als Skizzen mit Uhrzeiten fein säuberlich dokumentiert und festgehalten, so wie es viele Astronomen auch heute noch machen, wenn keine Kamera zur Hand ist und das Beobachtete dokumentiert werden will:

Der 12jährige Ben hat seine Beobachtungen während einer Freistunde dokumentiert

Livestream im Internet

Nicht jeder hatte die Möglichkeit, die Sonnenfinsternis mit dem eigenen Teleskop zu verfolgen und so hat die AG Orion kurzerhand einen Livestream im Internet übertragen, so dass jedermann live dabei sein konnte, während sich der Erdtrabant vor unseren Heimatstern schob.

Spenden für die neue Volkssternwarte Hochtaunus

Zukünftig werden wir solche Ereignisse in unserer gerade im Bau befindlichen neuen Sternwarte in Bad Homburg am Peter-Schall-Haus beobachten können. Die Bauarbeiten sind am Laufen, der neue Beobachtungscontainer steht bereits und die Sternwartenkuppel soll im Spätsommer angeliefert werden.

Durch weitere Spenden soll die Anschaffung von Beobachtungsequipment ermöglicht werden. Unterstützen Sie uns durch eine Spende:

Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.
IBAN: DE30 5125 0000 0001 0574 80
BIC: HELADEF1TSK
Taunus-Sparkasse
Verwendungszweck: „Volkssternwarte“

Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt: Spenden können also steuerlich geltend gemacht werden.

Mitgliedschaft im Verein

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