Themenabend am 19.06.2019 – „Glanzlichter der Sommermilchstraße“

Oliver Debus möchte an diesem Abend seine Zuhörer durch den nächtlichen Sommerhimmel führen. Die Reise startet am südlichen Horizont bei den Sternbildern Skorpion und Schütze. Danach geht es weiter durch den Schlangenträger, Adler, Schwan und Leier bis hinauf zum Cepheus. Neben den Sternbildern werden interessante Deep-Sky-Objekte vorgestellt und erklärt, wo sich momentan die Gasriesen Jupiter und Saturn aufhalten.

Der Themenabend findet am Mittwoch, den 19.06.2019 ab 20:00 Uhr im Vereinshaus Dornholzhausen, Saalburgstraße 158, 61350 Bad Homburg statt.

Der Eintritt ist frei! – Um Spenden für das Projekt „Volkssternwarte Hochtaunus“ wird gebeten.

 

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„Licht aus, Sterne an!“: AG Orion und Naturpark Taunus beteiligten sich am bundesweiten Astronomietag

Die „Astronomischen Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.“ veranstaltete zum bundesweiten Astronomietag (30. März 2019) in Zusammenarbeit mit dem „Naturpark Taunus“ eine astronomische Sternbildwanderung mit anschließender Beobachtung von Sternhaufen, Nebel und Galaxien durch große Teleskope in Wehrheim Pfaffenwiesbach.

Über unsere Sternbildwanderung und den aktuellen Planungsstand zur „Volkssternwarte Hochtaunus“ berichtet Sabine Münstermann in der aktuellen Ausgabe der Taunus Zeitung. Die Frankfurter Neue Presse hatte uns freundlicherweise genehmigt das PDF vom Zeitungsartikel zu veröffentlichen. Sie finden den Artikel hier:

»Durchs Teleskop in fremde Galaxien – Sternwanderung zeigt Lichtverschmutzung und macht Lust auf Volkssternwarte«

Quelle: Taunus Zeitung vom Mittwoch, den 3. April 2019, Ein Artikel von Sabine Münstermann

Fotos von Matthias Steiner (Vereinsmitglied):

Foto von Christian Schmitz (2. Vorsitzender):

 

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Ordentliche Mitgliederversammlung der AG Orion e.V.

Die Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V. führt ihre ordentliche Mitgliederversammlung 2019 am 10. April 2019 ab 19:00 Uhr im Vereinshaus Dornholzhausen, Saalburgstraße 158, 61350 Bad Homburg durch.
Auf der Tagesordnung steht u.a. die Wahl des/der Vorsitzenden, die Wahl der Kassenprüfer, die Anpassung der Mitgliedsbeiträge und die Neufassung der Satzung.

Die Mitglieder der AG Orion e.V. erhalten hierzu eine schriftliche Einladung.

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Sternbild Wanderung – Sternhaufen, Nebel und Galaxien über dem Taunus

Der Naturpark Taunus veranstaltet zum bundesweiten Astronomietag am Samstag, den 30. März 2019 in Zusammenarbeit mit der „Astronomischen Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V.“ eine astronomische Sternbildwanderung (45 Min) mit anschließender Beobachtung von Sternhaufen, Nebel und Galaxien durch große Teleskope in Wehrheim Pfaffenwiesbach.

Während der Tour können die Teilnehmer die Sternbilder kennenlernen und erste hellere Himmelsobjekte mit Ferngläsern beobachten. Die Dauer der anschließenden Teleskopbeobachtung richtet sich nach dem Interesse der Teilnehmer und kann bei Bedarf bis spät in die Nacht erfolgen.

Weitere Infos unter:

https://naturpark-taunus.de/veranstaltungen/2019/

Eine verbindliche Anmeldung ist notwendig!

 

HINWEIS:  Bei schlechtem Wetter findet ab 18:00 Uhr in Bad Homburg eine Alternativveranstaltung mit interessanten Vorträgen rund um die Astronomie statt. Infos darüber gibt es kurzfristig per Mail an die Teilnehmer bzw. auf der Homepage der AG Orion.

 

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DeepSkyCamera App: Astrofotografie mit dem Smartphone

Ein Artikel von AG Orion Mitglied Michael Seeboerger-Weichselbaum.

Bei Smartphones denkt man zwar an gute Bilder für den tagtäglichen Gebrauch, aber Astrofotografie? Nebel ? Galaxien? Sternhaufen? Das ist doch eine schwierige Disziplin!

In der Tat scheint alles auf den ersten Blick gegen ein Smartphone zu sprechen: keine Wechselobjektive, keine vernünftige Anbringung am Teleskop, kleine Sensoren (in der Regel haben sie eine Diagonale von maximal 6mm) und ebenso kleine Pixel (oft zwischen 1 und 2 μm) bei 12 bis 50 Megapixel. Und wie ist nur die Linse vor dem Sensor ausgestattet?

Oft sieht es nach Plastik aus und es drängt sich der Vergleich zu den chinesischen Farbwerfern auf. Immerhin werben Huawei bei vielen Modellen mit Leica-Linsen und Nokia mit Zeiss-Glas. Können die Smartphones auch etwas in der Astrofotografie leisten?

Kurz gesagt: ja, und zwar eine ganze Menge, wie die Bilder in diesem Beitrag zeigen. Seit Android 5.0 (eingeführt von Google im Jahr 2014) ist es für uns Astrofotografen besonders interessant:

  • Einfacheres Ansprechen des Kamerasensors über die so genannte Camera2API.
  • Fokus, Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich und Farbtemperatur – alles individuell einstellbar, wenn es das Telefon unterstützt.
  • Aufnahmen können im RAW-Format gespeichert werden (viele Modelle unterstützten auch RAW10 und RAW12, dass die jeweilige Bittiefe angibt)

Viele aktuelle Telefone unterstützen diese Funktionen – dazu gehören nicht nur Flagschiffmodelle wie Huawei P 20 Pro und Huawei Mate 20 Pro, sondern auch kleinere Modell wie LG G und V, Huawei P 9/10/20 Lite, OnePlus ab 3, Xiaomi (ab Mi 8 und Pocophone), Honor, Google Pixel, HTC und Sony. Samsung ist hier etwas spezieller, dazu später mehr.

Als ich Anfang 2018 mit der App DeepSkyCamera für Android angefangen hatte, war ich selbst erstaunt, dass es noch keine Astrofotografie-App im Google-Playstore gab. Nach ungefähr einem Monat Entwicklungszeit hatte ich eine erste rudimentäre Fassung der DeepSkyCamera-App fertig gestellt. Im gleichen Monat konnte ich erste Tests durchführen. Und – es haute mich glatt um. Die ersten Ergebnisse waren fantastisch und ich arbeitete weiter an der App. Nach einem Jahr stehen wir bei der Version 1.2.5.

Es geht los…

Wer schon Astrofotografie macht, ist in der App gleich heimisch. In der Oberfläche kann man vor eine Aufnahmeserie das Format wählen (RAW, RAW+JPEG oder nur JPEG) sowie den Aufnahmetyp (Lights, Darks, Bias, Flats). Als nächsten wählt man die Anzahl der Bilder aus (Default ist 100) und die Belichtungszeit. Viele Telefone bieten hier als maximale Belichtungszeit um die 30 sek an. Einige (z.B. die Huawei P Lite) bietet max 8 Sekunden an. Bei Astrofotografie empfiehlt es sich auf die maximale mögliche Belichtungszeit zu gehen und das Maximum auszureizen. Es gibt Telefone, die schaffen sogar 48 Sekunden (OnePlus 5T). Dann wählt man den ISO-Wert aus. Hier haben meine Test ergeben, dass man für die Aufnahmen nicht über ISO 800 gehen sollte – dies liegt hauptsächlich an der Lichtverschmutzung, die sich stark auswirkt, da die Optik des Smartphones immer wie eine Art von  Weitwinkel ist und oftmals eine weite Blende besitzt (oft zwsichen 1.5 und 2.5). Das wäre es auch fast – theoretisch könnte man jetzt die Serie mit einem Klick auf „Start“ beginnen. Vorher sollte man noch vier weitere Dinge durchführen:

  • Die aufgenommenen Bilder werden in einem Standardpfad auf dem Telefon gespeichert (Android/data/de.seebi.deepskycamera/files/Pictures).
    Dieser kann im Menü der App „Einstellungen“ geändert werden, z.B. nach DCIM, wo auch die eingebaute Kamera-App die Bilder ablegt.
  • Ebenfalls im Menü „Einstellungen“ kann man ein Verzögerung vor dem ersten Bild einstellen. Dies empfiehlt sich unbedingt, da ansonsten direkt beim Klick auf „Start“ der Aufnahmeprozess beginnt und durch das Anklicken das Telefon verrutschen könnte. Ich stelle hier immer 10 Sekunden Verzögerung ein.
  • Im Menü „Einstellungen“ kann man die App auf einen Nachtmodus umschalten (schwarzer Hintergrund, rote Schrift). Dies ist sehr zu empfehlen, da der Tagmodus sehr grell ist und man dadurch in der Nacht stark geblendet wird.
  • Auf der Startseite kann man die Pause zwischen den Aufnahmen einstellen. Es sollt unbedingt eine Pause eingebaut werden (Default: 5 sek), damit die App genügend Zeit hat, die Daten aus dem Sensor zu lesen und diese als RAW und JPEG zu speichern. Einige Telefone (OnePlus) brauchen eine längere Pause. Ist die Pause zu kurz, werden die Bilddateien nicht geschrieben, da der Sensor schon mit der nächsten Aufnahme beschäftigt ist. Sollten keine Bilder gespeichert worden sein muss man die Pausenzeit einfach verlängern und ausprobieren.
  • Manuell fokussieren. Dies geschieht auf der Startseite der App. Mit den Fingern kann man eine hellen Stern heranzoomen und den Schieberegel auf der linken Seite solange bewegen bis der Fokus passt.

Jetzt kanns losgehen – mit einem Klick auf Start beginnt die Aufnahmeserie. Am unteren Ende der App wird der Status angezeigt und wann die Aufnahmen circa beendet sein werden. Zwischen den einzelnen Aufnahmen gibt es auch ein akustisches Signal, sowie am Ende der Serie (kann man im Einstellungs-Menü auch abstellen).

Darks, Bias, Flats

Der gestandene Astrofotograf braucht natürlich Dark Frames und Bias Frames, um das Rauschen herauszurechnen. Und es werden Flat Frames benötigt, um die Vignettierung ebenfalls herauszurechnen. Die Linsen der Smartphones vignettieren sehr stark, wie die beiden Bilder X und Y zeigen.

Darks werden wie bekannten aufgenommen: gleiche Belichtungszeit und ISO. Ein Smartphone hat keinen Objektivdeckel. Deshalb verpacke ich das Telefon in einer Handytasche und lege es im Keller in einen Koffer. Die App nimmt dann so die Darks auf. Auf der Startseite kann man auch den Aufnahmetyp „Darks“ auswählen – dies ist eigentlich nur für den Dateinamen bestimmt, damit man später die einzelnen Aufnahmen auseinander halten kann.

Die Bias Frames werden nach dem gleichen Muster angefertigt. Für die Flat Frames braucht man eine Flatfieldfolie oder Flatfieldbox. Einfach das Telefon auf die Flatfieldbox legen, als Belichtungszeit „Auto“ auswählen und die gleiche Anzahl an Frames wie die Lights auswählen. Es sieht zwar etwas lustig auf, wenn ein kleines Smartphone auf eine Flatfieldbox liegt, aber es funktioniert!

Auf zum fröhlichen Prozessieren…

Dann geht’s weiter: die RAW-Bilder liegen im so genannten DNG-Format (Digital Negative, von Adobe 1997 spezifiziert) vor, das im Endeffekt ein Unterformat von TIFF ist, ohne die zahllosen Sonderformate von TIFF zu besitzen. Die DNG-Bilder (Lights, Darks, Bias, Flats) werden vom Telefon per USB herunter kopiert. Mit einem klassischen Stacking-Programm (DSS, StarTools, PixInsight) kann man dann die Aufnahmen wie die „normalen“ Bilder aus der Astrocam stacken und anschließend prozessieren (Photoshop, Lightroom,…).

Nach zahllosen Tests scheint der Stacker „Sequator“ vom chinesischen Entwickler Yi-Ruei Wu am Besten geeignet zu sein. Dieser ist nicht nur schnell, sondern kann auch von sich aus die Lichtverschmutzung herausrechnen – alle Fotos hier im Beitrag sind zwar mit verschiedenen Smartphones erstellt worden, aber alle wurden mit Sequator und Photoshop bearbeite.

Auf welchen Smartphones läuft die App?

Die App läuft auf sehr, sehr vielen Telefonen, u.a., auf Huawei, LG, Honor, HTC, OnePlus, Google. Es gibt aber Telefone, auf denen kann die App nicht richtig genutzt werden, weil das Telefon beispielsweise keine manuelle Belichtungszeit unterstützt (z.B. Nokia 1, Nokia 3). Da kann ich zunächst auch als Entwickler nichts mehr machen. Eine Kompatibilitätsliste gibt es hier:

https://www.deepskycamera.de/smartphones.php

Der größte Problemfall ist jedoch Samsung. Die eingebaute Kamera App bietet maximal 10 sec Belichtungszeit an. Leider will Samsung seinen Kamera Sensor Drittentwicklern nicht öffnen – und verbirgt, wie der Zugriff auf den Sensor erfolgt. Die App läuft zwar unter Samsung, aber nur unter S6, S7, S8, Note 5 und ein paar Tablets kann die App die maximale Belichtungszeit von 10 sek anbieten. Mit S9 und Note 9 hat Samsung den Zugriff auf den Kamerasensor erneut verändert – ich konnte dies noch nicht lösen. Ich arbeite hart daran, auch auf S9, Note 9 und S10 die 10 sek Belichtungszeiten anzubieten, kann  aber noch nicht sagen, mit welcher Version dies umgesetzt wird. Ähnliches Problem besteht auch auf Nokia 6, 7 und 8, sowie den Asus Zenfones. Im Endeffekt muss die App an alle diese Telefone (und noch weitere) kontinuierlich angepasst werden – es kommen neue Modell heraus, neue Besonderheiten usw. Der Entwickleraufwand ist enorm, aber meiner Meinung nach lohnt es sich.

Wo geht die Reise hin?

Die aktuelle Version 1.2.5 bietet schon fast alles, was der Astrofotograf benötigt. Es wird noch weitere Updates geben. Beispielsweise werden bestimmet Budget-Telefone derzeit nicht unterstützt, da diese oft keine Camera2API und individuelle Einstellungen (ISO, Belichtungszeit)  unterstützen. Dazu gehören alle preisgünstigen Telefone, z.B. Nokia 1, Nokia 3, Samsung A3, LG K, Motorola G4, G5. Diese werden ab Version 1.2.6 im begrenzten Maße unterstützt.

Diese Reise führt noch weiter: ich plane eine Pro-Version der App mit weiteren Komfort-Funktionen: Upload der Aufnahmen in die eigene Cloud (Dropbox, Google Drive,…) oder auf den eigenen HTTPS-Webserver, Dithering und Zusammenarbeit mit PHDGuiding, ein eingebaute Zeitraffer-Funktionen, die automatisch Videos erstellt. Eine Starttrails-Funktion steht auf der Feature-Liste, die auch animierbar sein soll. Last but not least eine Fernbedienung: hat man ein zweites Smartphone, kann man über eine spezielle Fernbedienungs-App die DeepSkyCamera App komplett fern bedienen: man kann die App starten und Stoppen, die Bilder ansehen und herunterladen, den Status einsehen, neu fokussieren und und und.

Die Zukunft hat mal wieder begonnen

Abbildungen

Abb. 1: Orion und Stier mit LG G6, 129 Frames a 33sec, ISO 800, Totale Belichtungszeit: 60 min.

Abb. 2: Oberfläche der DeepSkyCamera App im Nachtmodus

Abb. 3: Plejaden, LG G6, Dezember 2018. 120 Frames a 33sec, ISO 800, Totale Belichtungszeit: 60 min.

Abb. 4: Mond mit Sony XZ in Okularprojektion (9mm Okular mit 2x Televue Barlow Am Tak TOA 130), Auto Belichtungszeit + ISO (1/30s, ISO 200)

Abb. 5: Startrails mit Honor 7X. 1300 Bilder, jedes Bild 8 sec und ISO 1600. 20 sec Pause zwischen den Bildern.

Links

DeepSkyCamera app: https://www.deepskycamera.de/

Sequator: https://sites.google.com/site/sequatorglobal/

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AGO Astrotreff – Öffentliches Treffen der AG Orion am 20.03.2019

Am Mittwoch, den 20. März findet ab 20:00 Uhr das nächste öffentliche Treffen der AG Orion statt.

Wir treffen uns im Peter-Schall-Haus, Elisabethenschneise 2, 61350 Bad Homburg – Dornholzhausen.

Jeder, der Lust hat, kann an diesem Abend etwas dazu beitragen. Zum Beispiel:

  • Erlebnisse von Beobachtungen erzählen,
  • Beobachtungsplätze vorstellen (Rhön, Vogelsberg, …),
  • Astrosoftware, Fotografie besprechen,
  • eigene Astrofotos präsentieren,
  • unterschiedliche Teleskope/Okulare besprechen,
  • eigenes Equipment vorstellen,
  • Verbesserungen am Teleskop diskutieren,
  • bei klarem Himmel auf der Terrasse beobachten,
  • den zukünftigen Standort der Sternwarte begutachten,
  • oder, oder, oder …

Es soll einfach ein ganz entspannter Abend werden, an dem wir uns über alles mögliche austauschen.

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Die AG Orion in der Taunus Zeitung

Am vergangenen Samstag (02. März 2019) waren Mitglieder der AG Orion zu Gast bei der Firma Baader Planetarium in bayerischen Mammendorf, um technische Details zum Bau der Sternwarte in Bad Homburg – Dornholzhausen direkt mit dem Hersteller der Kuppel abzuklären.

Über diesen Arbeitsbesuch und den aktuellen Planungsstand der Volkssternwarte Hochtaunus berichtet Sabine Münstermann in der aktuellen Ausgabe der Taunus Zeitung:

https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/eine-kuppel-nasa-11827819.html

 

Der Showroom bei Baader Planetarium

 

Besuch der Produktionsstätten

Fotos: privat

 

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Der Beobachtungsabend vom 15.02.2019 in Pfaffenwiesbach

Ein Erlebnisbericht von AG Orion Mitglied Matthias Schmidt.

Die letzten Wochen waren für jeden Hobbyastronomen eine wirkliche Qual. Außer an dem Morgen, als die Mondfinsternis stattgefunden hat, war der Himmel ja wirklich dauerbewölkt. Die Vorhersage für die Nacht vom 15.02. auf den 16.02.2019 war dann endlich wieder gut. Leider war der Mond bis frühmorgens hoch am Himmel zu erwarten. Da sich aber einige Mitglieder der AG Orion und der Mailingliste des Taunus-AstroTreff für Pfaffenwiesbach angekündigt hatten und ich wahrlich astronomisch fast am verdursten war, bin ich trotz Mond auch nach Pfaffenwiesbach gefahren. Gegen 19:30 Uhr bin ich in Pfaffenwiesbach angekommen und es waren schon einige andere Sternfreunde dort. Davon einige, die ich schon von anderen Treffen in Pfaffenwiesbach kannte. Aber auch ein paar neue über deren Bekanntschaft ich mich sehr gefreut habe.

Meine neue Stirnlampe mit Rotlicht habe ich für den Aufbau nicht wirklich benötigt. Der Mond hat alles gut ausgeleuchtet. Nach dem Aufbau meines 16 Zoll Dobson, habe ich noch etwas mit meiner Justierung gekämpft. Am Ende war es aber nur meine eigene Ungeduld die mir zu schaffen machte. So ein großer Spiegel benötigt eben etwas mehr Zeit zum auskühlen.

Das erste Objekt des Abends war der Orionnebel M42. Durch den hellen Mond war er nicht ganz so prächtig wie in einer dunklen Nacht, aber immer noch sehr schön anzusehen. Im Anschluss habe ich mir dann die Plejaden angesehen. Trotz meines großen Übersichtsokulares passen sie zwar nicht vollständig ins Gesichtsfeld sind aber dennoch ein Genuss. Nach den Plejaden habe ich dann einen Schwenk Richtung Kassiopeia gemacht um mir dort den Eulenhaufen NGC457 anzusehen. In meinen Augen ein sehr schöner Sternhaufen, den ich mir immer wieder gerne ansehe. Nun wollte ich mir natürlich auch noch das Muskelmännchen St2 anschauen. Durch die lange Beobachtungspause hatte ich jedoch den ersten Teil des Abends extrem mit der Drehung der Sternbilder am Himmel meine Last. Ich war mir bei dem Sternhaufen den ich nun im Okular hatte nicht wirklich sicher ob es sich um das Muskelmännchen handelt oder nicht. Aber es waren ja noch genug andere da, die ich fragen konnte. Ein Vergleich mit einem Foto auf dem Smartphone hat dann Gewissheit gebracht, dass es wirklich St2 im Okular war. Da ganz in der Nähe noch die beiden Sternhaufen h & Chi liegen durften die natürlich nicht fehlen. Ich muss aber sagen, dass die beiden unter dunklem Himmel doch um einiges schöner anzusehen sind.

Mittlerweile ist dann auch Björn aus dem Vogelsberg bei unserem “kleinen” Teleskoptreffen eingetroffen. Da er direkt von der Arbeit kam, hatte er leider nicht sein 20 Zöller dabei. Wir haben dann gemeinsam mit meinem 16er beobachtet. Insgesamt waren wir nun schon 20 Sternfreunde in Pfaffenwiesbach und das bei diesem hellen Mond. Offensichtlich war ich nicht der einzige der so ausgehungert war.

Als nächstes haben wir dann mal getestet wie sich die Andromeda Galaxie M31 unter diesem Himmel zeigt. Erwartungsgemäß war nicht viel mehr als der helle Fleck des Galaxienkernes zu sehen. Im Anschluss haben wir uns also wieder einem Sternhaufen gewidmet. Diesesmal ein für mich neues Objekt, den Weihnachtsbaumsternhaufen NGC2264. Ebenfalls eine sehr schöne Ansammlung von Sternen. Da am östlichen Himmel mittlerweile das Sternbild Jaghunde auf einer vernünftigen Beobachtungshöhe war, wurde es nun endlich Zeit für M3, den ersten Kugelsternhaufen 2019. Ich muss sagen, ich finde Kugelsternhaufen ja sensationell. Und wenn man so lange nicht mehr zum Beobachten unterwegs war, ist ein Kugelsternhaufen irgendwie noch schöner. Nach dem Kugelsternhaufen haben wir uns die Galaxiengruppe M66 im Sternbild Löwen angesehen. Diese hatte ich zuvor auch noch nicht gesehen. Es waren aufgrund des Mondes leider nur zwei Galaxien zu erkennen.

Da nun auch der große Wagen weit oben am Himmel stand, haben wir uns mal an den Galaxien M51, M101 und M81, M82 versucht. Erstaunlicherweise haben wir alle vier gefunden. Und das bei diesem hellen Himmel. natürlich waren zumindest bei der Whirlpoolgalaxie M51 und der Feuerradgalaxie M101 nur die Kerne zu sehen. Bei M101 musste man sich aber wirklich anstrengen den Kern zu sehen. Die Bodes Galaxie M81 war da schon wesentlich besser zu sehen. Und bei der Zigarrengalaxie M82 war sogar das Staubband zu erkennen, dass durch die Mitte der Galaxie verläuft. Ich war wirklich überrascht wie viel man doch bei einer solchen Mondnacht beobachten kann. Mit Galaxien hätte ich nicht gerechnet.

Nach den Galaxien wurde es erneut Zeit für Kugelsternhaufen. Der nächste sollte M53 im Sternbild Haar der Berenike sein. Auch diesen habe ich zuvor noch nicht gesehen. Da der Herkules sich mittlerweile am Himmel zeigte konnten wir uns auch M13 zum ersten Mal in diesem Jahr ansehen.

Den Abschluss des Abends bildete dann noch der offene Sternhaufen M103 im Sternbild Kassiopeia. Ein sehr schöner offener Sternhaufen.

Es war wieder ein sehr schöner Beobachtungsabend, an dem ich wieder ganz viele tolle Menschen getroffen habe. Der Beobachtungsplatz wird oft genutzt von den Sternfreunden der “AG Orion” oder auch vom “Taunus-AstroTreff”. Wer sich für Astronomie interessiert und sich das gerne mal anschauen möchte ist jederzeit willkommen.

Zeitraffer-Video von Christian Schmitz:

Fotos von Wolfgang Voigt, Bernhard Strauch, Matthias Steiner und Oliver Debus:

Textquelle: Astroblog von Matthias Schmidt

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Themenabend – „Die Mondfinsternis vom 21. Januar 2019“

Lassen Sie noch einmal die beeindruckende Mondfinsternis vom 21. Januar 2019 Revue passieren. Oliver Debus und weitere Vereinsmitglieder möchten an diesem Abend die schönsten Bilder zeigen und über die neumodischen Bezeichnungen wie Supermond, Blutmond, Blauer Mond und Jägermond aufklären.

Der Themenabend findet am Mittwoch, den 20.02.2019 ab 20:00 Uhr im Vereinshaus Dornholzhausen, Saalburgstraße 158, 61350 Bad Homburg statt.

Der Eintritt ist frei! – Um Spenden für das Projekt „Volkssternwarte Hochtaunus“ wird gebeten.

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Ein immer wieder beeindruckendes Schauspiel – Mitglieder der AG Orion beobachten die totale Mondfinsternis am 21. Januar 2019 in Pfaffenwiesbach

Ein Erlebnisbericht von Bernhard Strauch

Bereits am 27. Juli des vergangenen Jahres gab es eine von Mitteleuropa aus am Abendhimmel sichtbare totale Mondfinsternis, die die AG Orion zusammen mit vielen Gästen bei besten Bedingungen und heißen Temperaturen beobachten konnte.

Dieses Mal stand ein Kontrastprogramm an. Die Mondfinsternis am 21. Januar fand in den frühen Morgenstunden statt und es wurden für unsere Verhältnisse tiefe Temperaturen vorhergesagt. Obwohl die meisten Hobbyastronomen bereits mehrfach Mondfinsternisse beobachtet haben, ist dies kein Grund, sich ein solches Ereignis entgehen zu lassen. Dazu sind totale Finsternis-Ereignisse viel zu beeindruckend und selten. Die nächste, von Deutschland aus fast vollständig zu sehende totale Mondfinsternis findet erst am 31. Dezember 2028 statt. Dann geht der Mond gegen 16.30 Uhr bereits teilweise verfinstert auf und die Finsternis endet gegen 19.30 Uhr mit dem Austritt aus dem Kernschatten der Erde – ein schöner Auftakt für anschließende Silvester-Partys.

Die Beobachtung einer Finsternis beginnt aber nicht erst am Tag des Ereignisses. Vorher werden die Beobachtungsdaten analysiert und die besten Zeitpunkte werden festgelegt. Das größte Fragezeichen steht immer hinter den Witterungsbedingungen. Schon Tage vor dem Event sind alle möglichen Wetter- und Wolkenprognosen der verschiedensten Informationsdienste Gegenstand intensiven Interessens.

Die sinnvoll zu verwendende Ausrüstung muss festgelegt und ggf. nochmals getestet, Belichtungsdaten für Fotos müssen vorgedacht werden, usw. Nachts in der Dunkelheit kann man auf Probleme oft nur noch schwer reagieren. Sorgfältige Vorbereitung ist ein wichtiges Element astronomischer Beobachtungen.

Als sich in der Woche vor dem Ereignis abzeichnete, dass das Wetter eine Beobachtung ermöglichen würde, glühten die Chatkanäle und es wurden Wetterbedingungen diskutiert, Daten ausgetauscht und zwischen den Mitgliedern der AG Orion die Vereinbarungen zum Treffpunkt getroffen. Auf der Homepage des Vereins wurde der Beobachtungstermin veröffentlicht, sodass auch Nichtmitglieder von der Beobachtung erfahren und partizipieren konnten.

Am Montag klingelten vor vier Uhr die Wecker, Autos wurden mit der Ausrüstung geladen und auf ging’s zum Beobachtungsplatz am Wanderparkplatz in Wehrheim-Pfaffenwiesbach. Vereinbart war, spätestens um 5.15 Uhr vor Ort zu sein.

Ab Viertel vor fünf trudelten die ersten Beobachter/-innen vor Ort ein und begannen, die Ausrüstung aufzubauen. Das Wetter war optimal, windstill, klar und die Luft transparent, keine Wolke war zu sehen. Ausnehmen vom Wetteroptimum muss man die Temperatur. Mit minus 11 Grad (!) war es ordentlich kalt. Glücklicherweise war das absehbar, sodass sich alle entsprechend angezogen hatten. Wären nicht die Teleskope, hätte man an ein Treffen von Polarforschern glauben können.

Gegen fünf Uhr hatte die Verfinsterung des Mondes schon begonnen, etwa die Hälfte befand sich bereits im Kernschatten der Erde. Der Mond stand ziemlich genau im Westen in einer nicht mehr allzu großen Höhe von ca. 28 Grad.

Nach und nach kamen etwa 11 Astronomiebegeisterte zusammen, darunter erfreulicherweise auch einige Gäste, die von dem Beobachtungstreffen der AG Orion erfahren hatten.

Es waren einige Teleskope und verschiedene fotografische Ausrüstung vor Ort, darunter auch das 120 mm Binokular-Teleskop eines AGO-Mitglieds, das alle ausgiebig nutzen durften. Der Mond, mit einem Abstand von nur ca. 355.000 km in relativ großer Erdnähe, bot hierin einen überwältigenden Anblick mit vielen Details, die trotz der Verfinsterung sichtbar waren. Die tiefrote Farbe verdient wirklich den Begriff „Blutmond“.

Gegen 5.43 Uhr begann die totale Phase der Verfinsterung. Zunächst war noch ein heller Schein am rechten Rand sichtbar, der sich im Laufe einiger Minuten immer mehr verkleinerte.

Um 6.11 Uhr war das Maximum der Verfinsterung erreicht (siehe Bild am Anfang). Trotz der Kälte hielten alle Anwesende tapfer aus und gingen ihren Beobachtungen und fotografischen Beschäftigungen nach. Besonders hilfreich waren hierbei auch die Kannen mit heißem Kaffee, die ein Mitglied der AGO freundlicherweise spendierte. Hierfür herzlichen Dank.

Parallel zur Mondfinsternis konnte man im Südosten den Aufgang von Venus und Jupiter beobachten, die in großer Nähe zueinander den Himmel emporstiegen. Im Bino-Teleskop konnte man schön die sichelförmige Ansicht der Venus und die Galileischen Monde des Jupiters sehen. Nach und nach begannen nun die Beobachtungsinstrumente Raureif anzusetzen.

Gegen 6.43 Uhr endete die totale Phase der Mondfinsternis mit dem Austritt aus dem Kernschatten. Zunächst erschien am oberen Rand des Mondes wieder ein weislicher Lichtschein, der sich schnell vergrößerte. Der Mond strebte nun schon deutlich seinem Untergang entgegen. Gegen 7 Uhr begannen alle – trotz warmer Kleidung ziemlich durchgefroren – zusammenzupacken und machten sich auf den Weg nach Hause oder zur Arbeit. Unterwegs konnte man noch den Monduntergang erhaschen oder einen schönen Sonnenaufgang erleben.

Alles in allem ein herrliches und unvergessliches Beobachtungsevent für alle Teilnehmer/-innen.

 

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